GEW - Die Bildungsgewerkschaft
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Geschäftsführender Vorstand komplett

Marlis Tepe steht auch in den nächsten vier Jahren an der Spitze der GEW. Die Delegierten des 28. Gewerkschaftstages haben neben der Vorsitzenden auch die sieben weiteren Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands gewählt.

09.05.2017

Vorsitzende

Mit deutlicher Mehrheit haben die Delegierten des Gewerkschaftstags Marlis Tepe als GEW-Vorsitzende wiedergewählt - sie erhielt 71,3 Prozent der Stimmen. Tepe will auch künftig für mehr Geld für Bildung kämpfen. Außerdem seien Dauerstellen sowie alternative Arbeitszeitmodelle, die vielen jungen Kolleginnen und Kollegen wichtig sind, auf ihrer Agenda: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Arbeit leistbar wird - das ist unser Plan für die nächsten vier Jahre."

Vorstandsbereich Finanzen

Die gelernte Sozialpädagogin Petra Grundmann wird den Arbeitsbereich Finanzen im Hauptvorstand der GEW auch in den kommenden vier Jahren verantworten. Sie leitet den Organisationsbereich seit 2001. Die Delegierten des GEW-Gewerkschaftstages haben Petra Grundmann mit 69,3 Prozent der Stimmen erneut in ihr Amt gewählt. Grundmann konnte bei ihrer Vorstellung auf eine stetig gestiegene Mitgliederzahl sowie wachsende Einnahmen in den vergangenen Jahren verweisen.

Vorstandsbereich Frauenpolitik

Frauke Gützkow wird die GEW auch in den nächsten vier Jahren frauenpolitisch vertreten. Die Mehrheit der Delegierten stimmten für eine Wiederwahl der 55-Jährigen. Sie kündigte an, sich weiter intensiv um Entgeltgleichheit und Arbeitszeit zu kümmern. Die GEW-Frauenpolitikerin Gützkow will die Arbeitsbereiche Chancengleichheit und Gleichstellung der Geschlechter in ihrer nächsten Amtszeit bis 2021 weiter vorantreiben. Gute Bildung sei nicht ohne Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, sagte sie.

Vorstandsbereich Tarif- und Beamtenpolitik

Mit 79,8 Prozent Zustimmung haben die Delegierten des GEW-Gewerkschaftstages Daniel Merbitz die Verantwortung für den Bereich Tarif- und Beamtenpolitik übertragen. Er löst Andreas Gehrke ab, der nicht wieder angetreten ist. Im Blick auf zunehmend auseinanderklaffende Einkommen sprach sich Merbitz dafür aus, die beiden Statusgruppen - Beamte und Tarifbeschäftigte - wieder zusammenzuführen. Arbeits-, Entgelt- sowie Eingruppierungsbedingungen der Mitglieder, insbesondere an den Kitas, Schulen und Hochschulen, müssten weiter verbessert und aufwertet werden.

Jugendhilfe und Sozialarbeit

65,3 Prozent der Delegierten votierten in einer Kampfabstimmung für Björn Köhler als künftigen Leiter des Organisationsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit. Er wird Nachfolger von Norbert Hocke, der nach 31 Jahren im Amt nicht mehr angetreten war. Köhler sicherte zu, Inklusion "in allen Bildungsbereichen" zu realisieren - "sicherlich der schwerste Brocken, den wir uns vorgenommen haben." Wolle die GEW jedoch eine pluralistische Gesellschaft, "dann müssen wir das auch dorthin bringen, wo Kinder die meiste Zeit sind: in Ganztagsschulen."

Hochschule und Forschung

Der Organisationsbereich Hochschule und Forschung liegt auch in den kommenden vier Jahren in den Händen von Andreas Keller. Der Politikwissenschaftler erhielt auf dem Gewerkschaftstag 90,2 Prozent der Delegiertenstimmen. Keller will für eine ausreichende und verlässliche Finanzierung von Hochschule und Wissenschaft kämpfen. Der Nachwuchs benötige verlässliche Karrierewege. Für Daueraufgaben müssten Dauerstellen geschaffen werden. Keller wurde außerdem zum stellvertretenden Vorsitzenden der GEW gewählt.

Schule

Mit knappem Ergebnis konnte sich Ilka Hoffmann bei der Wahl für den Organisationsbereich Schule in einer Kampfabstimmung gegen ihren Herausforderer Nuri Kiefer durchsetzen. Kiefer hatte seine Kandidatur kurzfristig angemeldet. Bei der Vorstellung hatten sich beide Kandidaten deutlich für eine "Schule für alle", für Inklusion auf allen Ebenen und für eine deutlich bessere Ausstattung der Schulen ausgesprochen – finanziell und personell.

Berufliche Bildung und Weiterbildung

Ansgar Klinger wird auch in den kommenden vier Jahren den Organisationsbereich Berufliche Bildung und Weiterbildung leiten. Für ihn votierten 89 Prozent der Delegierten des Gewerkschaftstages. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Auch in seiner zweiten Amtszeit möchte sich Klinger für ein Ende der Befristung und der "Projektitis" in der Berufs- und Weiterbildung einsetzen: "Wir fordern Dauerstellen für Daueraufgaben." Es müsse sich "wieder lohnen, in diesem Beruf zu arbeiten.

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