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Gegenwind für Jugendoffiziere

Das Verteidigungsministerium hat den Jahresbericht der Jugendoffiziere 2013 veröffentlicht. Darin loben die Offiziere die Zusammenarbeit mit Kultusministerien, Schulbehörden und Stellen der Lehrerbildung. Kritik und Proteste gebe es von der GEW.

07.08.2014

Das Projekt Bundeswehr-Monitoring zitiert aus dem Bericht, wonach im Jahr 2013 insgesamt 6.020 Jugendoffiziereinsätze (Vorjahr: 7.081) mit 152.235 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Vorjahr: 175.447) durchgeführt worden seien. Dies bedeute „einen Rückgang bei den Jugendoffiziereinsätzen um 15% und bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern um 13%“.

Im Jahresbericht stellen die Jugendoffiziere fest, dass sich die „praktische Zusammenarbeit mit Kultusministerien, nachgeordneten Schulbehörden und Stellen der regionalen Lehrerausbildung und -fortbildung (...) intensiv und vertrauensvoll“ gestaltet habe.

Besonders erfolgreiche Kooperationen gebe es bei der Referendarausbildung, so der Bericht. Referendarinnen und Referendare seien „besonders wertvolle Kontaktpersonen“, da sie zunächst persönlich von dem sicherheitspolitischen Weiterbildungsangebot der Jugendoffiziere profitierten und „als fertig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer dann konsequenterweise auch die Bereitschaft“ zeigen würden, „die Jugendoffiziere in ihre Klassen und Kurse einzuladen.“

Die Offiziere weisen aber auch auf Proteste sowie „Kritik durch bundeswehrkritische Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, z. B. der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)“ gegen die Zusammenarbeit von Bundeswehr und Schulen hin. Insbesondere Hamburg und Bremen stellten eine „besondere Herausforderung“ dar. In Bremen werde „der Jugendoffizier kaum nachgefragt“ , in Hamburg schlage ihm teils „offener Gegenwind“ entgegen. Dies habe in Einzelfällen „zur Beendigung der Zusammenarbeit mit Jugendoffizieren geführt.“