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Florstadt unterstützt Forderungen des Kita-Personals

Die hessische Gemeinde Florstadt unterstützt die Forderungen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) und fordert den Bund zu höherer Kostenbeteiligung an der Bildungsfinanzierung auf. Die GEW begrüßt den Beschluss und erwartet weitere Unterstützung der Gemeinden mit Blick auf die Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 28. und 29. September.

23.09.2015

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Florstadt, Wetteraukreis (Hessen), hat auf Empfehlung der Fachausschüsse (Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses sowie des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Sport) am 22. Juli 2015 in öffentlicher Sitzung folgende Resolution einstimmig beschlossen:

  1. Die Anpassung der Gehaltsstufen von Erzieherinnen und Erziehern an den veränderten Bildungsauftrag in Kindertagesstätten, wie dies aktuell von Verdi und GEW gefordert wird, wird von der Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich unterstützt. Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen, deren Aufgaben mit dem "Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren" klar definiert sind und die im engen Verbund mit Grundschulen agieren. Sie sind nicht nur Ort der "Vormittagsbespaßung", sondern vollwertige Bildungseinrichtungen. Erst recht seit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes vor 7 Jahren und dem Anspruch auf einen Kitaplatz ab dem 1. Geburtstag.

  2. Aktuell trägt der Bund nur rund 5 % der Gesamtausgaben, profitiert aber durch Steuereinnahmen von einem höheren Beschäftigungsgrad der jungen Eltern. Die Bundesregierung sollte nicht nur vollmundig die "Bildungsrepublik" proklamieren, sie muss sich auch adäquat an der Finanzierung der Kinderbetreuung beteiligen. Auf Bundesebene beschlossene Gesetze sind auch von dort finanziell abzusichern, statt die umfangreichen Zusatzkosten einfach auf die sowieso schon unterfinanzierten Kommunen abzuwälzen.
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