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Filmarbeit mit geflüchteten und einheimischen Kindern und Jugendlichen

Rund 65 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Mit den Erfahrungen der flüchtenden Menschen beschäftigen sich zunehmend auch Dokumentar- und Spielfilme. Ein Dossier von Kinofenster.de stellt filmpädagogische Ansätze für den Unterricht vor.

17.08.2016

Das Dossier zeigt, wie mit pädagogischer Filmarbeit interkulturelle Verständigung und die Inklusion von geflüchteten Kindern und Jugendlichen gefördert werden kann. Filme zum Thema Flucht und Fluchterfahrungen vermitteln deutschen SchülerInnen anschaulich Ursachen und Konsequenzen der aktuellen Flüchtlingskrise. Schule ist laut Kinofenster "ein Ort, an dem ein Diskurs über die Ursachen und Folgen der Flüchtlingskrise sowie über das Schicksal der geflüchteten Menschen frühzeitig stattfinden sollte".

Die Materialien von Kinofenster.de stellen filmpädagogische Ansätze und praktische Filmarbeitsprojekte für den Unterricht vor. Zudem wird erläutert, was im Vorfeld der Filmarbeit mit geflüchteten und möglicherweise traumatisierten Kindern und Jugendlichen beachtet werden muss. Begleitend zu den Texten gibt es Unterrichtsvorschläge für die Fächer Deutsch, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Politik, Geschichte, Geografie und Kunst ab Klasse 10. Filme mit einfacher Geschichte und klarer Botschaft können aber auch bereits in der Grundschule thematisiert werden.

Seit 28. Juli läuft der Dokumentarfilm und Berlinale-Gewinner "Seefeuer" in den Kinos, in dem der Alltag auf der Mittelmeerinsel Lampedusa der Not der dort ankommenden Bootsflüchtlinge gegenübergestellt wird. Der italienische Regisseur Gianfranco Rosi hat beide Welten vereint und damit einen Kontrast geschaffen, wie er kaum größer sein könnte. Für die Auseinandersetzung mit der Dokumentation im Unterricht stehen Arbeitsblätter zur Verfügung.

Kinofenster.de ist ein Onlineportal für Filmbildung. Herausgeber sind die Bundeszentrale für politische Bildung und Vision Kino.

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