Sie sind hier:

E&W 3/2016: Tarifrunde Bund und Kommunen 2016: Sechs Prozent mehr Gehalt

07.03.2016

Für zwei Millionen Beschäftigte der Kommunen und 140.000 des Bundes beginnt in Kürze die Tarifrunde. Es geht um höhere Löhne, die Befristungspraxis im öffentlichen Dienst und die betriebliche Altersversorgung, die nicht gekürzt werden darf.

In der Märzausgabe der "E&W" kommentieren die Vize-DGB-Vorsitzende Elke Hannack und der GEW-Tarifexperte Andreas Gehrke die Forderung von sechs Prozent mehr Geld sowie die neuen sozialen und bildungspolitischen Herausforderungen. Die ReferentInnen für Tarif- und Beamtenpolitik im GEW-Hauptvorstand, Gesa Bruno-Latocha und Oliver Brüchert, erklären detailliert jeden einzelnen Punkt, um den es in den Tarifverhandlungen ab 21. März geht.  SchulsozialarbeiterInnen wünschen sich darüber hinaus mehr Wertschätzung und Solidarität für ihre Tätigkeit. Lehrkräfte an Ganztagsschulen in NRW verlangen mehr Vollzeitstellen und ein rigides Vorgehen gehen Lohndumping. 

Neben dem Schwerpunktthema Tarifrunde beleuchtet die aktuelle "E&W"-Ausgabe das Thema Sexismus - in vielen Klassenzimmern Alltag. Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln fordert die GEW-Expertin für Frauenpolitik, Frauke Gützkow: "Wir alle müssen patriarchale Frauen- und Männerbilder scharf kritisieren und zurückweisen. Weder sexistische Anzüglichkeiten noch sexuelle Übergriffe dürfen wir dulden." Patriarchalische Muster entstünden "in sozial benachteiligten Milieus, in denen junge Menschen das Gefühl haben, nichts wert zu sein", sagt die Psychologin Lale Akgün im "E&W"-Interview.

Den Zulauf der rechtspopulistischen AfD erklärt der Soziologe Matthias Quent: "Die Angst vieler Menschen, selbst etwas abgeben zu müssen an die, die nichts haben, treibt derzeit viele in rassistische Bewegungen und Parteien", sagt er. Gute Nachrichten gibt es unterdessen aus Kindertageseinrichtungen: Erste Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingskindern stimmten optimistisch, heißt es dort.

Alle Artikel und Interviews sind vollständig in der März-Ausgabe der "E&W" nachzulesen.

Zurück