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Erste Protestaktion vor Goethe-Institut

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Goethe-Instituts Düsseldorf starteten am Donnerstag die erste einer Reihe von Protestaktionen, zu denen die GEW für diese und die kommenden Wochen aufgerufen hat. Ihre Forderung: endlich Verhandlungen über faire Arbeitsbedingungen für Freie und Honorarlehrkräfte.

05.07.2013

Rund 80 Prozent des Sprachunterrichts an Goethe-Instituten werden von Honorar- und freiberuflichen Lehrkräften erteilt. Seit Dezember 2012 hat die GEW den Institutsvorstand wiederholt zu Gesprächen über die Beschäftigungsbedingungen dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert. Doch der Vorstand lehnt es bislang ab, auch nur ein erstes Gespräch darüber zu führen. Er behauptet, die Bezahlung sei angemessen und die „Freien“ könnten so selbst ihre soziale Absicherung finanzieren.

Andreas Gehrke, für Tarifpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, sieht das anders: „Das Honorar entspricht nicht dem Gehaltsniveau akademisch ausgebildeter Fachkräfte. Das Goethe-Institut beteiligt sich nicht an den Kosten der Renten- und Krankenversicherung. Die Freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten kein Ausfallhonorar und keine verlässliche Perspektive auf Weiterbeschäftigung. Sie haben weder bezahlten Urlaub, noch gilt für sie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Das Goethe-Institut wälzt einen Großteil des Geschäftsrisikos auf sie ab“, so Gehrke.

Nun machen die Beschäftigten Druck: Am Donnerstagabend protestierten rund 50 von ihnen – neben Freien auch Festangestellte – vor dem Goethe-Institut in Düsseldorf gegen die Blockadehaltung des Vorstands.

Die Proteste werden fortgesetzt: Unter dem Motto „Wir sind Goethe! Gleiche Arbeit – gleiche Rechte für Freie MitarbeiterInnen“ ruft die Bildungsgewerkschaft in den nächsten Wochen zu weiteren Aktionen an den Goethe-Instituten in Deutschland auf. „Wir werden nicht lockerlassen, bis der Vorstand bereit ist, mit uns über die Situation der Honorarlehrkräfte zu reden“, betont GEW-Tarifexperte Gehrke.

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