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Tarifverhandlungen TVöDErste Aktionen gestartet

In Bayern und im Saarland sind erste Aktionen von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen gestartet. „Die Arbeitgeber können sich nicht wegducken“, sagte Daniel Merbitz während der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam.

20.09.2020

Direkt vom Verhandlungort in Potsdam meldete sich am Samstag, 19. September GEW-Tarifexperte Daniel Merbitz zu Wort: „Die Arbeitgeber dürfen sich nicht wegducken. Wir erwarten nach 30 Jahren deutscher Einheit endlich die Angleichung der Arbeitszeit der kommunalen Beschäftigen im Osten an das West-Niveau.“ Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ließen sich nicht spalten. „Auch wenn die Blätter fallen, die Löhne müssten für alle steigen. Es wird ein heißer Herbst“, sagte Merbitz am ersten Tag der zweiten Verhandlungsrunde.

In Saarbrücken und Bayern starteten erste Aktionen mit Blick auf die Verhandlungen in Potsdam. Eine Menschenkette von GEW-Mitgliedern machte in Lauf im Nürnberger Land in Bayern auf ihre Situation aufmerksam. „Von März bis Juni wurden wir als Helden der Pandemie gefeiert, aber wen dann um mehr Geld geht, haben wir nichts“, sagte GEW-Landesvorstandsmitglied Gerd Schnellinger am Donnerstag, 17. September in Lauf.

Etwa 10 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter hatten sich auf dem Laufer Marktplatz versammelt, um Flyer zu verteilen und Geldbeutel zu waschen – ein schwäbisch-alemannischer Brauch und traditioneller Teil der Protestaktionen der GEW in Bayern. Eine Demonstrantin erklärte: „Damit unsere Geldbeutel sauber sind und mit Geld befüllt werden können.“


In Saarbrücken nahm einige Tage zuvor das Tarifschiff seine Fahrt auf. „Klatschen allein reicht nicht“ – so hallte es am Dienstag, 15. September in Saarbrücken vom Schiff hinunter, kurz bevor es auf der Saar Fahrt aufnahm. Einige GEW-Mitglieder hatten sich zu einer ersten Aktion im Rahmen der derzeit laufenden Tarifverhandlungen für Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen getroffen. Sie forderten ein Lohnplus von 4,8 Prozent, um die Leistung der Kolleginnen und Kollegen nicht nur während der Corona-Pandemie zu honorieren.