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Entgeltverhandlungen mit dem IB e.V. - Ende der Fahnenstange noch lange nicht in Sicht

In den Verhandlungen im Februar 2012 war die deutliche Ansage des IB, dass er nur dann gewillt sei, die Entgelte zu erhöhen, wenn wir die Entgelterhöhung für alle durch die Streichung der noch nicht vollzogenen Stufensprünge ab Stufe 3 selbst finanzieren.

06.05.2015

In den Verhandlungen im Februar 2012 war die deutliche Ansage des IB, dass er nur dann gewillt sei, die Entgelte zu erhöhen, wenn wir die Entgelterhöhung für alle durch die Streichung der noch nicht vollzogenen Stufensprünge ab Stufe 3 selbst finanzieren. Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW haben am 1.März 2012 der Verhandlungskommission kein Mandat zur Änderung der Stufen gegeben, unsere ursprüngliche Forderung nach einer spürbaren Lohnerhöhung wurde aber von uns konkretisiert. Unter Berücksichtigung der vom Arbeitgeber dargelegten Umstände fordern wir wenigstens 3,0 % Erhöhung, bei einem Mindestbetrag von 80,- Euro.

Am 22. Mai 2012 wurden die Tarifverhandlungen in Fulda fortgesetzt. Unsere Erwartung war, vom IB seinerseits ein Angebot zu erhalten. Diese Erwartung wurde zunächst nicht erfüllt. Nach Darlegung der wirtschaftlichen Entwicklung, die nach Aussage des Arbeitgebers 2012 voraussichtlich ein größeres Defizit als geplant ausweisen wird, bot der Arbeitgeber zunächst wieder nichts. Der IB begründete dies damit, dass die Ausgaben für Personal ohne Eingriff in die Struktur in den nächsten 3 Jahren um etwa 10,39 Mio. Euro steigen würden, die wirtschaftliche Entwicklung des IB e.V. dies aber keinesfalls hergeben würde. Eine prozentuale Erhöhung der
Löhne sei ausschließlich möglich, indem die Stufen ab Stufe 4 gestrichen und dieses Volumen in Form einer internen Umverteilung, also für den Arbeitgeber kostenneutral, verteilt würde.

Die Verhandlungskommission erklärte auf dieser Basis keinesfalls weiter zu verhandeln.

Daraufhin legte der IB ein differenziertes Angebot vor (Details s. Infobox). Die Mitglieder der Verhandlungskommission machten keinerlei Zusagen, da sie diesbezüglich kein Verhandlungsmandat hatten. Die Tarifkommission hat am 25. Mai 2012 dieses Arbeitgeberangebot ausführlich beraten und einstimmig beschlossen, der Verhandlungskommission kein Mandat zu erteilen, darüber am 28. Juni 2012 zu verhandeln

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