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Internationaler BundTarifverhandlungen beginnen am 6. November 2019

Auftakt für die Entgelttarifverhandlungen für die rund 12.000 Beschäftigten des Internationalen Bundes (IB) ist am 6. November 2019. Gewerkschaftsmitglieder sind aufgerufen, die Entgeltforderung mitzugestalten und bis Ende Oktober mitzuteilen.

04.10.2019

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Internationalen Bundes (IB) gehen am 6. November 2019 in die erste Runde. Das beschloss die Tarifkommission am 19. September in Kassel. Alle Kolleginnen und Kollegen sind nun aufgerufen, über die Höhe der Entgeltforderung zu diskutieren und diese mitzugestalten. Bis Ende Oktober sollte die Forderung dem zuständigen Tarifkommissionsmitglied beziehungsweise Gewerkschaftsekretärin oder -sekretär vor Ort mitgeteilt werden. Sie wird dann auf der Sitzung der Tarifkommission unmittelbar vor Beginn der Tarifverhandlung am 6. November beschlossen.      

GEW und ver.di betonten: „Wir erwarten zu den Verhandlungen nicht nur Gespräche, sondern ein gutes Angebot für die Anhebung der Entgelte. Es darf keine weitere Entfernung der Entgelte gegenüber anderen Arbeitgebern geben. Es braucht eine Annäherung an vergleichbare Tätigkeiten. Sollten uns die Arbeitgeber im Lauf der Tarifverhandlungen kein annehmbares Angebot unterbreiten, behält sich die Tarifkommission vor, die Gangart zu ändern und die Entgelttabellen zu kündigen.“

Gehaltsabrechnung prüfen

Zudem empfehlen die Gewerkschaften ihren Mitgliedern, diesen Oktober ihre Gehaltsabrechnungen mit besonderer Aufmerksamkeit zu prüfen. Der IB wolle den tarifvertraglich geregelten Auszahlungszeitraum des Gehalts ab Oktober per Expressüberweisung erst am letzten Tag des Monats organisieren. Das Geld soll laut IB zwar auch am gleichen Tag zur Verfügung stehen. Die Tarifkommission befürchtet jedoch, dass das Gehalt nicht bei alle Beschäftigten rechtzeitig auf dem Konto sein könnte. Betroffene Kolleginnen und Kollegen wenden sich bitte an ihre Gewerkschaft.

Mit der Aktion „Ich trage Rot, weil ...“ machen IB-Beschäftigte seit Monaten auf ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde aufmerksam. Alle Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, jeden Donnerstag in einem roten Shirt, einem roten Hemd, einem roten Halstuch oder einem anderen roten Kleidungsstück zur Arbeit zu kommen. In diesen Outfits können sie sich für die Homepages ihrer Gewerkschaften fotografieren lassen und dazu auch ein Statement abgeben.  

Die IB-Beschäftigten wollen nicht weiter abgehängt werden und künftig mindestens 90 Prozent des Tarifvertrages der Länder bekommen. Die Beschäftigten der Länder erkämpften in ihrer jüngsten Tarifrunde ein Gesamtvolumen von acht Prozent mehr, mindestens aber 240 Euro.  Die IB-Gruppe, einer der größten freien Träger im Weiterbildungs- und Sozialarbeitsbereich, betreibt rund 700 Einrichtungen an 300 Standorten in Deutschland und beschäftigt etwa 12.000 Menschen.

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