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FilmtippDrama über den Roadtrip einer kranken Schülerin

„Gott, du kannst ein Arsch sein“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans über ein 16-jähriges Mädchen, das unheilbar an Krebs erkrankt. In acht Städten gibt es dazu am 20. September GEW-Screenings.

01.09.2020

Die 16-jährige Steffi (Sinje Irslinger) hat soeben ihren Realschulabschluss gemacht und steckt voller Tatendrang. Sie freut sich auf die Abschlussfahrt nach Paris und plant eine romantische Nacht mit ihrem Freund Fabi (Jonas Holdenrieder). Nach der Klassenfahrt soll dann Steffis Berufswunsch in Erfüllung gehen: eine Ausbildung als Polizistin. Doch bei Routineuntersuchungen werden Auffälligkeiten in ihrem Blutbild festgestellt und bald darauf ist klar: Es ist Krebs – unheilbar.

Die Welt von Familie Pape bricht zusammen. Die Eltern Eva (Heike Makatsch) und Frank (Til Schweiger) hoffen auf ein Wunder. Die Abschlussfahrt? Mit dieser Diagnose undenkbar – nicht jedoch für Steffi. Als sie den Zirkussohn und Motorradakrobaten Steve (Max Hubacher) kennenlernt, der vor seinem autoritären Vater (Jürgen Vogel) flüchtet und ihr kurzerhand anbietet, sie nach Paris zu fahren, zögert sie nicht. Mit geklautem Auto und ohne Geld machen sich die beiden auf den Weg.

Eva und Frank wollen ihre Tochter zur Besinnung bringen und nehmen die Verfolgung auf. Und so beginnt ein einzigartiger Roadtrip voller Höhen und Tiefen, angetrieben von tiefer Sehnsucht und der Lust am Leben. Steffi lernt von Steve nicht nur, dass man auf Kühen reiten und im Nordseewind fliegen kann, sondern sie schließt ihn jeden Tag mehr in ihr Herz. Angekommen in Paris, versteht Steffi langsam, was sie wirklich will – in der Zeit, die ihr noch bleibt.

GEW-Sondervorführungen 

„Gott, du kannst ein Arsch sein“ von Regisseur André Erkau (Kinostart 1. Oktober 2020) ist die Verfilmung von Frank Papes Jugendroman aus dem Jahr 2016. Der Initiator eines therapeutischen Pferdehofes hatte die autobiografische Lebensgeschichte der 16-jährigen Steffi zu Papier gebracht, die 296 Tage nach ihrer Krebsdiagnose verstarb, zuvor aber noch einmal das Leben in vollen Zügen genoss. 

Für GEW-Mitglieder gibt es am 20. September 2020 Screenings in folgenden Städten: Berlin, Essen, Köln, München, Stuttgart, Dresden, Kiel und Hamburg. Auch Kinovorstellungen für Schulklassen sind möglich. Der Film eignet sich für die Fächer Deutsch, Philosophie, Ethik, Kunst, Medien, Erziehungs-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften sowie für AGs und fächerübergreifende Projekte. Mögliche Themen sind Krankheit, Wünsche, Freunde, Familie, Zusammenhalt, Sinn des Lebens, Werte, Umgang mit Tod und Sterben, Rollenbilder und Erwartungen, Verantwortung, Biografien. Unterrichtsmaterial steht zum Download zur Verfügung. 

Ausführliche Informationen zum Thema GEW und Kino und wie man konkret an Karten kommt, bieten zum Beispiel die Landesverbände Bayern und Thüringen.