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Digitale Angebote wichtig für Flüchtlinge

Sprache, Ausbildung, Berufswahl – in diesen Bereichen brauchen Geflüchtete digitale Angebote dringend. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu die syrische Informatikstudentin Ola Al Naameh interviewt.

15.01.2018

Apps zum Deutschlernen und Aufklärung über die Möglichkeiten der beruflichen und akademischen Ausbildung zählen für die in Deutschland lebende, syrische Informatikstudentin Ola Al Naameh zu den dringendsten digitalen Angeboten für Flüchtlinge. Für sie selbst seien digitale Angebote mit Informationen zu Master-Studiengängen in Deutschland und zur Suche nach Stipendien am wichtigsten gewesen, sagte die 26-Jährige im Interview mit der Bundeszentrale für politische Bildung am Rande des Digitalen Flüchtlingsgipfels 2017. Außerdem habe sie Angebote zu Uni-Rankings für den Fachbereich Informatik genutzt.

Digitale Angebote spielten bei der Integration ihrer Einschätzung nach eine immense Rolle, betonte Ola Al Naameh – insbesondere Apps zum Deutschlernen sowie Informationen zur Ausbildungs- und Berufswahl und Regularien für Bewerbungen. Die Neuankömmlinge müssten sich unabhängig fühlen, dabei könnten neue Technologien helfen.

Bereits 2016 wurde in Berlin über eine bessere Koordination der viel­fältigen vorhandenen Angebote der digitalen Flüchtlingshilfe beraten. Beim Digitalen Flüchtlingsgipfel ein Jahr später wurde analysiert, wie gut sich die digitalen Integrationsprojekte mit den etablierten Strukturen im öffentlichen Sektor und in der Zivilgesellschaft verzahnt haben, und wie Flüchtlinge selbst die Angebote bewerten.

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