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"Die Rotzlöffel-Republik"

Das Buch erzählt wahre Geschichten aus dem Alltag von Erzieherinnen und Erziehern - inmitten von pädagogischen Modellen, überforderten Eltern und bildungspolitischen Trugschlüssen.

15.09.2017

Eine Streitschrift, ein Aufschrei des Teils der Gesellschaft, der Tag für Tag mit Kindern zu tun hat. These: Wenn so weitergemacht wird wie bisher, entsteht von allem mehr, was wir heute schon als starke Belastung der Gesellschaft wahrnehmen: Depressionen, Burnout, Empathielosigkeit, Gewalt und Kriminalität. Die Autorinnen der „Rotzlöffel-Republik“ wollen keine Schuld zuweisen, aber Verantwortung benennen, Kinder nicht als Tyrannen beschreiben, aber zeigen, welche Einflüsse sie als solche wirken lassen. Eine Mutter sagt in ihrem Buch zum Beispiel zur Erzieherin: »Ich möchte, dass Sie sich jeden Morgen vor meinem Sohn hinknien, wenn Sie ihn begrüßen.« Sie habe ihrem Kind nämlich auf Augenhöhe zu begegnen. Im ersten Moment klingt das amüsant und erzeugt ein Kopfschütteln. Allerdings ist ein solches Verhalten von Eltern längst die Regel in deutschen Kindertagesstätten. Ein Debattenbeitrag mit vielen konkreten Ansätzen zur Verbesserung der Situation.

Tanja Leitsch und Susanne Schnieder, „Die Rotzlöffel-Republik: Vom täglichen Wahnsinn in unseren Kindergärten“, Verlag: Ecowin, ISBN: 13 9783711001337, 20 Euro.

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