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„Die Grundschullehrerin“ zeigt eine Lehrkraft am Limit

Hauptfigur Florence zeigt in Hélène Angels Film „Die Grundschullehrerin“, wie viel Hingabe es erfordert, die Kleinsten der Gesellschaft zu unterrichten und gleichzeitig an das Leben heranzuführen.

30.01.2018

In der Grundschule geht es oft laut und chaotisch zu. Doch so anstrengend es manchmal auch sein mag, sich jeden Morgen aufs Neue zu motivieren: Für Florence (Sara Forestier), Mitte 30, kann es keinen schöneren Beruf geben. Zusammen mit ihrem zehnjährigen Sohn Denis wohnt sie sogar direkt über den Klassenzimmern ihrer Schule. Das ist so praktisch wie fatal: Wo die Grenze zwischen Beruf und Privatem räumlich verschwimmt, ist es nur noch einen Schritt weit, dass der Job einen mit Haut und Haaren auffrisst. Und Florence steht kurz davor.  

Die junge Lehrerin gibt ihren Schülerinnen und Schülern gern auch nach Feierabend noch Extra-Leseunterricht und hat jederzeit für alle ein offenes Ohr. Dann kommt auch noch Sacha neu in die Klasse, der schnell ausrastet und auch mal gewalttätig wird. Als herauskommt, dass Sachas Mutter den Jungen oft tagelang allein lässt, kümmert sich Florence um ihn – und stößt irgendwann selbst an ihre Grenzen. Regisseurin Hélène Angel sagt über ihren Film: „Wir wissen doch alle, dass Lehrer heutzutage echte Helden des Alltags sind. Wir verlangen von ihnen, dass sie viele Dinge weitergeben – Wissen und Werte –, und das unter Bedingungen, die immer schwieriger werden.“

Das französische Drama „Die Grundschullehrerin“ läuft am 15. Februar 2018 in den Kinos an.

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