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Fachtagung „Gute Bildung für Neuzugewanderte“Deutschsprachförderkonzept auf dem Prüfstand

Zugewanderte Menschen müssen noch stärker für Ausbildung gewonnen und ihre Bildungsbedürfnisse besser berücksichtigt werden. Das ist das Fazit einer GEW-Tagung mit Expertinnen und Experten aus Beruflicher Bildung und Arbeitsmarktforschung.

25.01.2019 - Ansgar Klinger

Nicht nur ökonomisch, sondern auch gesellschaftspolitisch kann es sich die Bundesrepublik nicht erlauben, das Potenzial der Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten nicht zu nutzen. „Gute Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um in der Bildung und im Beruf Fuß zu fassen. Deshalb ist das Deutschsprachförderkonzept des Bundes und der Länder dringend zu reformieren. Die GEW hat Vorschläge vorgelegt, um die Qualität der Kurse und der Ausbildung ebenso wie die prekären Beschäftigungsbedingungen der Lehrkräfte zu verbessern“, sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung.

„Ob neuzugewandert oder alteingesessen – wichtig ist, für alle Absolventen der beruflichen Ausbildung die Teilhabe-, Entwicklungs- und Aufstiegsperspektiven zu verbessern. Gerade der im November vorgestellte Weltbildungsbericht 2019 mit dem Schwerpunkt Migration, Flucht und Bildung zeigt deutlich, dass Bildung die wichtigste Ressource der Gesellschaft ist und die Bildungsbedürfnisse der Migranteninnen, Migranten und Geflüchteten stärker berücksichtigt werden müssen. Die Lehrkräfte haben die wichtige Aufgabe, die jungen Menschen individuell zu fördern. Dafür brauchen sie Unterstützung und Entlastung.“

„Gute Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um in der Bildung und im Beruf Fuß zu fassen. Deshalb ist das Deutschsprachförderkonzept des Bundes und der Länder dringend zu reformieren.“ (Ansgar Klinger)

Knapp 70 Personen, überwiegend Berufsbildnerinnen und -bildner aus dem Organisationsbereich der GEW sowie der Jugendsozialarbeit, haben  an der GEW-Fachtagung Mitte November in Göttingen teilgenommen. Die Tagung zeigte zum einen den Stand der beruflichen Ausbildung Neuzugewanderter in den Bundesländern und formulierte zum anderen Gelingensbedingungen bzw. Mindeststandards hierfür.

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