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Ausstellung„Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“

Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer Jubiläumsausstellung die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Zum Thema gibt es auch Unterrichtsmaterial.

27.08.2018

Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs setzte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durch. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politikerinnen und Politiker in die Weimarer Nationalversammlung wählen. Mit der Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ thematisiert das Historische Museum Frankfurt ab 30. August die damaligen Ereignisse. 

Die Schau zeigt die Perspektive der Frauen am Beginn des 20. Jahrhunderts und ihre Forderungen und Erwartungen. Ihr Engagement für das Recht auf Mitbestimmung in der Politik wird anhand der topografischen Zentren der Ersten Deutschen Frauenbewegung München, Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt, Braunschweig, Leipzig und Köln aufgezeigt. Auch die internationalen Netzwerke der Bewegung werden dargestellt. Mit einem zweiten Ausstellungsteil wird Frankfurt als wichtiges Zentrum der deutschen Frauenstimmrechtsbewegung gewürdigt.

„Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ setzt die historischen Ereignisse auch mit aktuellen Gleichstellungsdebatten in Bezug. So stellen Frauen im deutschen Parlament nur 36 Prozent aller Abgeordneten. Die Ausstellung läuft bis zum 20. Januar 2019.

Unterrichtsmaterialien

Zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht ist auch ein neues Magazin für Schülerinnen und Schüler erschienen. Damit sollen zum einen die frauenpolitischen Erfolge der Vergangenheit sichtbar gemacht machen. Gleichzeitig sollen junge Menschen darin bestärkt werden, sich gegen Sexismus, Rassismus oder Homo-/Trans*phobie einzusetzen und sich für Respekt, Vielfalt und ein selbstbestimmtes Leben zu engagieren. 

In der dazugehörigen Handreichung finden Lehrkräfte Arbeitsaufträge und Unterrichtsideen, die Schülerinnen und Schüler ermuntern, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich in die Frauenrechtlerinnen von damals hineinzuversetzen und Argumente für unterschiedliche politische Überzeugungen zu finden. Die Aufgaben sollen Mädchen und Jungen ermutigen, sich politisch zu beteiligen. Das Heft kann kostenfrei über die Seiten: www.lehrer-online.de und www.jugend-und-bildung.de bestellt werden.

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