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Covid-19-Impfung Jetzt an der Umfrage der Charité teilnehmen!

Wie sehen Lehrkräfte das Thema Corona an ihrem Arbeitsplatz Schule? Wie steht es um Impfbereitschaft, Schulöffnungen, Hygienemaßnahmen sowie der Angst vor Ansteckung?

 

24.03.2021

Bei der Bekämpfung der Coronapandemie spielen Impfungen eine wesentliche Rolle. Lehrkräfte, die an Grund-, Sonder- und Förderschulen arbeiten, sollen jetzt in der „2. Prioritätengruppe“ vorrangig geimpft werden, alle anderen in der Gruppe 3. Sichere und effektive Impfstoffe sind dabei der Schlüssel, die Pandemie erfolgreich einzudämmen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie „Sicht und Meinung der Lehrerschaft zu COVID-19 und zur Dringlichkeit einer COVID-19 Impfung“ führt die Charité Berlin derzeit eine bundesweite Befragung von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen durch.

Anonym und ohne Registrierung

Die Umfrage soll die Sicht und Meinung der Lehrerschaft zu COVID-19 am Arbeitsplatz Schule und zur Dringlichkeit einer Impfung gegen COVID-19 erfassen. Dabei geht es auch um Themen wie die Impfbereitschaft, die priorisierte Vergabe der Impfstoffe, Schulöffnungen und Hygienemaßnahmen, sowie Corona-Mutationen und eine potentielle 3. Welle. Zudem werden medizinische Parameter zur Einschätzung des individuellen Erkrankungs- und Komplikationsrisikos für COVID-19 erfragt (Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen).

Die Umfrage unterliegt den Regelungen der Datenschutzgesetzgebung. Die Teilnahme erfolgt über einen Link, ist anonym und eine Registrierung ist nicht erforderlich.

 

Die Richtschnur für die Maßnahmen in der Schule sollen nach Ansicht der GEW die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sein. Dafür schlägt die GEW ein Fünf-Punkte-Programm vor:

5-Punkte-Programm zum Gesundheitsschutz an Schulen
Ab der 5. Klasse muss das gesellschaftliche Abstandsgebot von 1,5 Metern gelten. Dafür müssen Klassen geteilt und zusätzliche Räume beispielsweise in Jugendherbergen gemietet werden.
Um die Schulräume regelmäßig zu lüften, gilt das Lüftungskonzept des Umweltbundesamtes. Können die Vorgaben nicht umgesetzt werden, müssen sofort entsprechende Filteranlagen eingebaut werden.
Die Anschaffung digitaler Endgeräte für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler muss endlich beschleunigt werden. Flächendeckend müssen eine datenschutzkonforme digitale Infrastruktur geschaffen und IT-Systemadministratoren eingestellt werden. Zudem müssen die Länder Sofortmaßnahmen zur digitalen Fortbildung der Lehrkräfte anbieten.
Für die Arbeitsplätze in den Schulen müssen Gefährdungsanalysen erstellt werden, um Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler besser zu schützen.
Transparenz schaffen: Kultusministerien und Kultusministerkonferenz müssen zügig ihre Planungen umsetzen, wöchentlich Statistiken auf Bundes-, Landes- und Schulebene über die Zahl der infizierten sowie der in Quarantäne geschickten Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zu veröffentlichen. „Wir brauchen eine realistische Datenbasis, um vor Ort über konkrete Maßnahme zu entscheiden“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. 

Übersicht: Alles, was sich an Bildungseinrichtungen mit Blick auf den Gesundheitsschutz in Corona-Zeiten ändern muss.