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Filmtipp Christian Schwochow verfilmt „Deutschstunde“

Zwei Freunde werden erbitterte Feinde – und zwischen ihnen steht ein Elfjähriger, der von beiden geliebt werden will. Christian Schwochow bringt Siegfried Lenz' „Deutschstunde“ auf die Leinwand. Dazu gibt es GEW-Vorführungen und Unterrichtsmaterial.

02.07.2019

Mit „Deutschstunde“ hat Regisseur Christian Schwochow Siegfried Lenz’ 1968 erschienenen Roman über die Zerstörung menschlicher Beziehungen in einem autoritären System verfilmt. Die Handlung spielt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Der Jugendliche Siggi Jepsen (Tom Gronau) muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf.

Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen), der als Polizist zu den Autoritäten in einem norddeutschen Dorf zählte und seinen Pflichten treu ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem Künstler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti), ein von den Nationalsozialisten gegen ihn verhängtes Malverbot überbringen. Jepsen überwacht dieses penibel, und der elfjährige Siggi (Levi Eisenblätter) soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den Männern spitzt sich zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für ihn entscheidend.

„Deutschstunde“ kommt am 3. Oktober 2019 in die Kinos. Unterrichtsmaterial zum Film wurde von der Stiftung Lesen erstellt und wird vom Filmverleiher auf der Filmwebseite zur Verfügung gestellt. Vorstellungen für Schulklassen sind möglich, dazu wende Dich bitte einfach an Dein Wunschkino. Der Film eignet sich insbesondere für die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Philosophie, Religion, Ethik, Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Kunst sowie für fächerübergreifende Projekte, Schulprojekte und AGs. Zielgruppen sind 10. bis 13. Klassen, Berufs- und Fachschülerinnen und -schüler sowie Studierende.

Außerdem gibt es bundesweite Screenings für GEW-Mitglieder:

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