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Burkina Faso: Eine Chance für Waisenkinder

Frank Tindano ist neun Jahre und Halbwaise. Er lebt in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt. Mit Hilfe des Heinrich-Rodenstein Fonds ist es ihm und anderen Kindern möglich, die Schule zu besuchen.

02.02.2013 - Sabine Tölke-Rückert, Manfred Brinkmann

Foto: Sabine Tölke-Rückert

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Neugeborenen in Burkina Faso liegt bei 54 Jahren (Frauen: 56, Männer: 52). Viele Kinder in dem westafrikanischen Land werden schon früh zu Waisen oder Halbwaisen. Auch Kinder von Lehrerinnen und Lehrern sind davon betroffen. Das Frauenkomitee der burkinischen Bildungsgewerkschaft F-SYNTER setzt sich für diese Kinder ein und will ihnen den Schulbesuch ermöglichen. Oft ist es nämlich für den hinterbliebenen Elternteil oder die Verwandten, bei denen die Waisenkinder unterkommen nicht möglich, das Schulgeld aufzubringen. Der Heinrich-Rodenstein Fonds unterstützt die Arbeit der Gewerkschafterinnen und ermöglicht damit Waisen und Halbwaisen in Burkina Faso den Schulbesuch. Eines dieser Kinder ist Frank Tindano, den die GEW-Kollegin Sabine Tölke-Rückert im Januar 2013 getroffen hat und der ihr über sein Leben in der Hauptstadt berichtete:

„Ich heisse Frank Tindano und bin neun Jahre alt. Ich wurde im Osten von Burkina Faso, nämlich in Fada N’Gourma, geboren. Ich gehöre also der Ethnie der Gourmantchè an. Ich habe noch einen elfjährigen Bruder und eine Schwester, die schon neunzehn ist. Mein Papa ist vor zwei Jahren, also 2010 gestorben. Das war schlimm. Ich vermisse meinen Papa sehr, obwohl meine Mama gut für uns sorgt. Aber wenn unser Papa noch da wäre, wären manche Dinge viel leichter. 2011 ging meine Mama von Fada weg und wir zogen um nach Ouagadougou. Hier besuche ich die Grundschule St. Joseph. Ich bin ein guter Schüler und hatte im letzten Zeugnis 7,50 Punkte von 10. Ich möchte auf alle Fälle das Abitur machen und später vielleicht einmal Priester werden. Obwohl meine Mama es uns nicht direkt zeigt, ist sie öfter unglücklich und traurig ohne unseren Papa. Und ohne das Geld von meinem Papa müssen wir sparen und können vieles nicht haben. Deshalb bin ich froh, dass wir Hilfe bekommen, damit wir das Schulgeld bezahlen können.“

Frank ist eines von etwa vierzig Kindern, denen der Heinrich-Rodenstein Fonds in Burkina Faso ermöglicht, die Schule zu besuchen. Diese Kinder erhalten so die Chance auf eine bessere Zukunft. Helfen Sie mit, dass Frank und die anderen Waisenkinder auch zukünftig weiter lernen können und unterstützen Sie die Arbeit des Heinrich-Rodenstein Fonds mit Ihrer Spende.

 

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