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Bundeswehr und Schule: neuer Überblick der GEW

Die Bundeswehr steht wegen ihrer Umwerbung von Jugendlichen insbesondere an Schulen in der Kritik. In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung verlangten Abgeordnete der Linksfraktion Auskunft über die öffentlichen Auftritte der Bundeswehr im vierten Quartal 2015. Auch die GEW hat zusammengestellt, in welchen Bundesländern es Kooperationsvereinbarungen gibt, und wo welche Regelungen und Erlasse gelten.

19.10.2015

Einige Länder haben - nicht zuletzt aufgrund der starken Proteste - Maßnahmen zur Stärkung der Friedensbildung ergriffen. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland haben zum Beispiel eigene Stellen dafür eingerichtet.

Das Kultusministerium Sachsen-Anhalt veröffentlichte jüngt eine Handreichung für Schulen, in der Bundeswehrbesuche - ähnlich wie Besuche von VertreterInnen politischer Parteien - unter das Neutralitätsgebot gestellt werden. Die Handreichung enthält zudem klare Verweise auf die Zuständigkeit der Schulkonferenz und das absolute Werbeverbot.

Der Juniorprofessor für Medienlinguistik an der Universität Freiburg, Friedemann Vogel, veröffentlichte bereits 2012 die Pilotstudie “Die Zukunft im Visier: Die mediale Selbstinszenierung der Bundeswehr gegenüber Jugendlichen auf treff.Bundeswehr.de".

Seit die Wehrpflicht 2011 abgeschafft wurde, ringt die Bundeswehr um jedes neue Mitglied. Im Herbst 2014 startete die Bundeswehr eine TV- und Onlinekampagne unter anderem mit Spots, mit denen potentielle Bewerber auf die Streitkräfte aufmerksam gemacht werden sollen. Kritiker monieren den Eventcharakter der Werbung.

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