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Bundestagswahl 2021So lassen sich gute Bildung und gute Arbeit verbinden

Schon im Herbst 2020 machte die GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ mit einem Aktionszeitraum auf die Arbeitsbelastung der Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen aufmerksam. Die Forderungen sind weiter hoch aktuell.

24.09.2021

Gute Bildung und gute Arbeit sind untrennbar miteinander verbunden. Gibt es beispielsweise an allen Einrichtungen mehr Fachkräfte, werden marode Schulen saniert und digital besser ausgestattet und sinkt die Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte, verbessern sich die Bedingungen sowohl für Lernende als auch für Lehrende. Um gute Bildung und gute Arbeit allerorten zu gewährleisten, ist indes noch sehr viel zu tun.

Die Forderungen der GEW sind so umfassend, dass letztlich exemplarisch nur etwas mehr als ein Dutzend genannt werden können.

Dazu gehören zunächst:     

  • ein Kita-Qualitätsgesetz mit bundesweiten Standards und eine angemessene Fachkraft-Kind-Relation in den Einrichtungen
  • die inklusive Schule für alle Menschen
  • die rechtliche Verankerung eines Ausbildungsplatzes für alle jungen Menschen
  • eine umfassende Reform des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) 

Auch für die Beschäftigten muss vieles durchgesetzt werden. 

Konkret heißt das:

  • Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst aufwerten – durch eine bessere Bezahlung, bessere Aufstiegsmöglichkeiten und bessere Arbeitsbedingungen
  • für Lehrkräfte bedeutet das: alle mindestens nach A13 bzw. E13 besolden
  • prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse in der staatlichen Erwachsenen- und Weiterbildung beenden
  • für Lehrkräfte an Schulen passgenaue Fort- und Weiterbildungen für pädagogische und didaktische Konzepte für Bildung in der digitalen Welt entwickeln
  • an Hochschulen Dauerstellen für Daueraufgaben schaffen
  • Hygienestandards in allen Einrichtungen jederzeit sichern
  • das Arbeitszeitgesetz im sozialen Dialog mit den Gewerkschaften überarbeiten

Weiterhin muss auch mehr für Gleichberechtigung getan werden:

  • durch eine lebensphasenorientierte Zeitpolitik, die unbezahlte Sorgearbeit anerkennt 
  • eine gerechtere Verteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen Mann und Frau
  • durch Lohngleichheit und deren Überprüfung per Entgeltgleichheitsgesetz
  • indem Bildungsarbeit von Anfang an geschlechtergerecht gestaltet wird