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Broschüre "Gewalt hat viele Gesichter"

Unter diesem Titel hat die GEW eine Broschüre mit Informationen und Praxishilfen für die Schule vorgelegt. Zunächst werden die Formen von Gewalt beschrieben, es folgt ein Kapitel zu Geschlecht und Gewalt. Beide Kapitel enthalten Anregungen für die pädagogische Praxis. Weitere Praxis-Hinweise zur Gewaltprävention enthält das dritte Kapitel.

02.07.2013

Gewalt ist in unserer Gesellschaft ein Phänomen, das in sehr vielfältigen Ausprägungen vorkommt. In hohem Maße trifft sie Kinder und Jugendliche, sowohl Mädchen als auch Jungen. Sie erleben Gewalt zuhause, in Institutionen wie der Schule oder im öffentlichen Raum. Besonders auffällig ist körperliche Gewalt, doch verbale und psychische Gewalt kann manchmal noch tiefgreifendere Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen zeigen.

Über die Medien sind Jugendliche darüber hinaus Gewaltdarstellungen ausgesetzt, und Gewaltspiele ermöglichen die virtuelle aktive Ausübung von Gewalt. Lehrerinnen und Lehrer erfahren in ihrem Schulalltag nur einen Ausschnitt der Lebensrealität ihrer Schüler und Schülerinnen, und für eine intensive Betreuung bleibt wenig Zeit, wenn sich ein Kind nicht besonders auffällig verhält oder andere schädigt.

Dennoch kann Schule einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention leisten. Kinder und Jugendliche erleben hier entscheidende Prozesse ihres Heranwachsens, des Umgangs miteinander, natürlich des Lernens und der Herausbildung von Interessen und Stärken. Gleichzeitig erfahren sie Niederlagen und Kritik. Das Verhalten der Lehrkräfte kann die Schülerinnen und Schüler prägen. Besonders in emotional aufgeladenen Situationen wie beim Auftreten von Gewalt üben Lehrerkräfte einen wichtigen Einfluss aus. Um dieser Verantwortung bewusst nachkommen zu können, sollten sie ihre eigene Haltung zu Gewalt und zu (Geschlechter-)Gerechtigkeit überprüfen. Anregungen dazu will dieses Praxisheft vermitteln.

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