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Bildung in der Migrationsgesellschaft. Weiter denken!

Was sind zentrale Herausforderungen und Handlungsperspektiven im Hinblick auf eine inklusive und solidarische Bildung in der Migrationsgesellschaft? Die Dokumentation einer GEW-Fachtagung zum Thema gibt Auskunft und fordert zum weiter denken auf.

06.06.2016

Migration und Vielfalt sind in unserer Gesellschaft Normalität, werden aber nicht überall als gesellschaftliche Tatsache anerkannt. Diskriminierungen und Ausgrenzungen aufgrund  von ethnischer oder nationaler Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion und Aufenthaltsstatus gehören zum Alltag – auch in Bildungseinrichtungen. 

Rund 130 Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen aus allen Bildungsbereichen sowie GEW-Verantwortliche aus allen Bundesländern folgten am 13./14. November 2015 der Einladung nach Leipzig, um sich im Rahmen einer Fachtagung auszutauschen. Die Tagungsdokumentation spiegelt die Diskussionen zu folgenden Fragen wider: 

  • Wie reagiert das deutsche Bildungssystem auf gesellschaftlichen Anforderungen im Kontext von Migration und Globalisierung?
  • Inwiefern fordert migrations- und fluchtbedingte Vielfalt Bildungsinstitutionen sowie Pädagoginnen und Pädagogen heraus?
  • Wie kann die Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen verbessert werden?
  • Wie können soziale Ungleichheiten und strukturelle Diskriminierungen in unterschiedlichen Bildungsbereichen abgebaut und wie kann unterschiedlichen Formen von Rassismus begegnet werden?
  • Welche Ansätze zum professionellen Umgang mit migrationsbedingter Vielfalt gibt es und wie können diese (weiter-)entwickelt werden?
  • Welche Rolle spielen Sprachbildung und Mehrsprachigkeit?
  • Wie kann der Anteil von pädagogischen Fachkräften ‚mit Migrationshintergrund‘ erhöht werden?
  • Was sind Beispiele guter Praxis vorurteils-, diversitätsbewusster und rassismuskritischer Bildung?
  • Welche migrationspädagogischen Konzepte und bildungspolitischen Forderungen sollte die GEW unterstützen und vorantreiben? 

„Bildung für alle als Menschenrecht durchzusetzen, dafür Strukturen, Institutionen, unsere eigene Profession weiter zu denken und von der Politik die nötigen Handlungsschritte zu verlangen ist unsere große gemeinsame Aufgabe, der wir uns bei dieser Tagung gestellt haben“, resümiert GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. „Nun liegt die Dokumentation dieser anregenden Fachtagung vor. Gern lade ich die Leser_innen ein, von dieser Tagung zu profitieren.“

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