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Betriebliche Weiterbildung stagniert

12.04.2017

Der Anteil der Betriebe, die Mitarbeiterweiterbildungen unterstützen, ist seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts zwar gestiegen. Allerdings stagniert der Anteil in den vergangenen fünf Jahren.

53 Prozent aller Betriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2016 die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützt. Das zeigen die Daten des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Seit Beginn des neuen Jahrtausends sei der Anteil der weiterbildenden Betriebe damit deutlich angestiegen, sagte IAB-Direktor Joachim Möller. In den vergangenen fünf Jahren stagnierte allerdings der Anteil der Betriebe, die sich in der Weiterbildung engagieren.

Im Zeitverlauf angestiegen ist der Anteil der Mitarbeiter, die in Weiterbildungsmaßnahmen einbezogen werden. Im Jahr 2016 nahmen 35 Prozent aller Beschäftigten an betrieblich geförderten Weiterbildungsmaßnahmen teil. Unterschiede gibt es zwischen der Weiterbildungsquote von Frauen (2016: 38 Prozent) und Männern (2016: 33 Prozent) sowie qualifizierten Beschäftigten (2016: 44 Prozent) und Beschäftigten in einfachen Tätigkeiten (2016: 20 Prozent). Die Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung mahnt daher eine stärke Beteiligung der Geringqualifizierten in den Betrieben an, um auch deren Einkommens-, Beschäftigungs- und Teilhabechancen zu verbessern.

Weitere Themen im Infoblatt Weiterbildung April 2017:

  • DGB: Geringere Mindestbeiträge der Selbstständigen in der Gesetzlichen Krankenversicherung
  • Globale Bildungskampagne: Bildung darf nicht warten
  • Save the Date: GEW-Bundestagung 23./24.11.2017 in Hamburg: "Berufliche Bildung und Weiterbildung 4.0"
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