GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Du bist hier:

Besuch in Moskau

Russland ist im Umbruch. Die Gewerkschaften, die aus der Tradition der alten Sowjetunion stammen, suchen ihre neue Rolle unter sich rasch verändernden Bedingungen. Eine GEW-Delegation war Mitte Oktober zu Besuch bei der russischen Bildungsgewerkschaft ESEUR in Moskau.

25.10.2009 - Manfred Brinkmann

Auf Einladung der russischen Bildungsgewerkschaft ESEUR fand vom 12. bis 17. Oktober 2009 eine Delegationsreise des GEW-Hauptvorstands und der beiden GEW-Landesverbände Berlin und Nordrhein-Westfalen nach Moskau statt. Das Programm, das gemeinsam vom nationalen Vorstand und vom Stadtverband Moskau der ESEUR organisiert wurde, beinhaltete Besuche von Schulen und Universitäten sowie Gespräche mit Lehrkräften und Gewerkschaftern. Im Mittelpunkt standen Fragen zum Bildungswesen, zur Situation der Beschäftigten und zur gewerkschaftlichen Arbeit in Russland. Darüber hinaus fanden auf Wunsch der GEW weitere Gespräche mit der deutschen Botschaft und der Menschenrechtsorganisation Memorial statt.

Die Bildungsgewerkschaft ESEUR hat fünf Millionen Mitglieder und vertritt damit etwa achtzig Prozent aller Beschäftigten im russischen Bildungswesen. Wie die GEW organisiert auch ESEUR von den Kitas über Schulen bis zu den Hochschulen sämtliche Beschäftigen im Bildungswesen, das in Russland überwiegend in staatlicher Verantwortung ist. In den Gesprächen mit der ESEUR-Vorsitzenden Galina Merkuolowa und dem Vorsitzenden des Moskauer Stadtverbandes, Sergey Kuzin, äußerten die russischen Gesprächspartner großes Interesse an weiterem Austausch und engerer Zusammenarbeit mit der GEW. Dazu hat die GEW-Delegation eine Reihe Vorschläge und Ideen mit nach Deutschland gebracht, die nun im Vorstand und den GEW-Landesverbänden beraten werden.

 

Zurück