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Berufsbildungsbericht sollte auch Qualität der Ausbildung analysieren

Die GEW kritisiert die Qualität der beruflichen Ausbildung weiterhin als verbesserungsbedürftig. Zudem seien die Arbeitgeber gefordert, auch klare Beschäftigungs- und Aufstiegsperspektiven für Ausgebildete zu bieten.

02.05.2016

Der Berufsbildungsbericht 2016 bestätigt die anhaltende Entwicklung zu einer geringeren Anzahl an Ausbildungsverträgen bei gleichzeitig kontinuierlich hoher Neigung der SchulabsolventInnen zu studieren. Zugleich ist weiter ein Anstieg der Angebots-Nachfrage-Relation der Ausbildungsverhältnisse zu verzeichnen, was auf eine gewisse Entspannung aus Sicht der BewerberInnen schließen lässt.

Die zahlenmäßige Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage darf nach Ansich der GEW jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Qualität der Ausbildung gerade in Branchen mit Besetzungsproblemen verbesserungsbedürftig sei. Nach Einschätzung der Bundesfachgruppen Kaufmännische und Gewerbliche Schulen fehlt im Berufsbildungsbericht die Betrachtung der Qualität der Ausbildungsverhältnisse.

Der Bericht verdeutlicht ferner die Notwendigkeit einer Ausbildungsgarantie: Die Zahl der AnfängerInnen im sogenannten Übergangsbereich ist wieder gestiegen, zuletzt auf 270.000. Für die Bundesfachgruppen ist dies genauso wenig hinzunehmen wie die Tatsache, dass rund 1,3 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren keinen Berufsabschluss haben.

Weitere Themen im Infoblatt Berufsbildung Mai 2016:

  • UNESCO überarbeitet Empfehlung zur beruflichen Bildung
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