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Mackie Messer Bertolt Brechts Dreigroschenfilm

„Mackie Messer“ kommt auf die große Leinwand: Das Kinodebüt von Brecht-Kenner Joachim A. Lang kombiniert eine Neuverfilmung der „Dreigroschenoper“ mit einem Biopic über den Dramatiker. Damit eignet sich der Film nicht nur für den Musikunterricht.

24.09.2018

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der „Dreigroschenoper“ der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen. 

Kinofenster.de empfiehlt den Film über die späten 1920er-Jahre, der eine Neuverfilmung der „Dreigroschenoper“ mit einem Biopic über den Dramatiker kombiniert, auch für den Unterricht ab Klasse 10. Im Musikunterricht kann beispielsweise die Partitur von Kurt Weill analysiert werden, im Deutschunterricht bietet sich eine Auseinandersetzung mit Literaturadaptionen an. Ebenso könnte Brechts ästhetischer Ansatz thematisiert werden. 

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