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Berliner Lehrkräfte: Aussicht auf mehr Geld

Nach den Streiks der Berliner GEW für eine tarifliche Aufwertung angestellter Lehrkräfte gibt es erste Erfolge: Der Senat hat Zugeständnisse gemacht. Gilt dies auch noch nach der Abgeordnetenhauswahl?

24.10.2016

Seit Jahren streitet die Berliner GEW mit dem Senat über eine tarifliche Aufwertung angestellter Lehrkräfte. Nachdem die Gewerkschaft im Sommer einen einwöchigen Streik zu Beginn des neuen Schuljahres angekündigt hatte, erklärte sich Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) am 29. August zu Zugeständnissen bereit. Die Vereinbarung enthält jedoch lediglich Absichtserklärungen. Die Berliner GEW ist deshalb auch nur vorsichtig optimistisch.

Streitpunkt sind die rund 14 000 angestellten Lehrkräfte allgemeinbildender und beruflicher Schulen des Landes Berlin. Diese Gruppe stellt aktuell knapp 45 Prozent aller PädagogInnen. Seit 2004 werden Lehrkräfte in der Hauptstadt bei Neueinstellungen nicht mehr verbeamtet. Auf die Abwanderung von Junglehrkräften reagierte der rot-rote Senat 2009 mit einer Anhebung der Einstiegsgehälter.

Den Plänen zufolge sollen vor allem Lehrkräfte mit einer Ausbildung in einem Wahlfach profitieren, die in der Regel an Grundschulen unterrichten. Sie sollen ab dem Schuljahr 2017/18 in Entgeltgruppe (EG) 13 des Tarifvertrags der Länder (TVL) und damit in der gleichen Einkommensgruppe wie Lehrkräfte an weiterführenden Schulen eingruppiert werden. Bislang waren sie in EG 11 eingeordnet. Für die schätzungsweise 10 000 bis 11 000 Kolleginnen und Kollegen würde dies einen Gehaltszuwachs von durchschnittlich 500 Euro brutto im Monat bedeuten, sagt die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik.

Der vollständige Artikel von Jürgen Amendt ist in der Oktoberausgabe der "E&W" abgedruckt.

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