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Bayerischer Landtag diskutiert Karriereperspektiven in der Wissenschaft

Im Bildungsföderalismus der Bundesrepublik Deutschland liegen wesentliche Kompetenzen für die Bildungs- und Forschungspolitik bei den Bundesländern.

19.10.2016

Was im Einzelnen können die Länder zur überfälligen Reform der Karrierewege in Hochschule und Forschung sowie zur Stabilisierung der Beschäftigungsbedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beitragen? Das ist Gegenstand einer Stellungnahme, die der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, exemplarisch dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtages für die das heutige Fachgespräch zum Thema „Verlässliche Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen“ vorgelegt hat. Keller, der heute im Maximilianeum als Sachverständiger angehört wird, macht sich für ein Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes sowie des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes stark: Der Landtag solle einen einheitlichen Status für Doktorandinnen und Doktoranden und einen Tenure Track für Postdocs gesetzlich verankern und durch eine Regulierung von Lehrauftragen und die Abschaffung der Personalkategorie der wissenschaftlichen Hilfskraft mit Abschluss prekärer Beschäftigung an den Hochschulen einen Riegel vorschieben. Weiter solle der Freistaat Bayern über eine aktive Vergabepolitik bei der Finanzierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege hinwirken, so der GEW-Vize. 

Die Stellungnahme stützt sich auf das 2013 vorgelegte GEW-Aktionsprogramm zur Umsetzung des Templiner Manifests, in dem die Bildungsgewerkschaft unter dem Motto „Wege zum Traumjob Wissenschaft“ aufzeigt, was im Einzelnen der Bund, die Länder, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Tarifpartner zur Realisierung der Vision vom „Traumjob Wissenschaft“ beitragen können.

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