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Ausbildungsgarantie ins Gesetz schreiben

Die GEW-Bundesfachgruppen Kaufmännische und Gewerbliche Schulen haben ihre Forderung nach einer gesetzlich verankerten Ausbildungsgarantie erneuert. Auch 2015 habe etwa jeder dritte Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen.

03.11.2016

Auch 2015 hat etwa jeder dritte der 804.000 Jugendlichen, die sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben, keinen erhalten. Die Unternehmen haben ihre in der Allianz für Aus- und Weiterbildung gemachte Zusage, 20.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze anzubieten, erst 2016 eingelöst.

Die GEW-Bundesfachgruppen Kaufmännische und Gewerbliche Schulen fordern daher erneut, eine Ausbildungsgarantie rechtlich zu verankern. Es sei verbindlich umzusetzen, für alle Jugendlichen eine ausreichende Anzahl von Ausbildungsplätzen – ob betriebliche, überbetriebliche oder auch vollzeitschulische – zu schaffen. Die erforderlichen finanziellen Mittel dafür müssten dauerhaft auf gesetzlicher Grundlage sichergestellt werden.

Der Vorstandsbereich Berufliche Bildung und Weiterbildung führt gemeinsam mit dem Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sowie den Landesschülervertretungen Hessen und Berlin am 10. November eine Veranstaltung zur Ausbildungsgarantie durch. Die arbeitsmarktpolitischen SprecherInnen aller Bundestagsfraktionen haben ihre Teilnahme zugesagt. Eine Bildungsforscherin des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung wird berichten, wie die in Österreich geltende Ausbildungsgarantie umgesetzt wird.

Außerdem im Infoblatt Berufsbildung November 2016:

  • Weltbildungsbericht – Gegensteuern auch in den reichen Ländern erforderlich
  • OECD-Bericht "Society at a Glance 2016"
  • BIBB-Hauptausschuss reformiert Verkaufsberufe und Fortbildungsabschluss Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
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