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Auftakt mit Knall

Arbeitgeber bietet Junktim an: Kein Einstieg in Verhandlungen ohne Absenkung in NRW

20.12.2013

Erstmals fanden am 18./19. Dezember 2013 Tarifverhandlungen für den ganzen IB Konzern statt.
Parallel tagten die neugewählten Tarifkommissionen von ver.di und GEW.
Es geht um: IB e.V, IB – Mitte gGmbH, IB-Gis, IB Soziale Dienste; Arbeitsprojekt Köln und die neue IB–West gGmbHs, die im Zuge der Umstrukturierung gegründet wurden. Die Beschäftigten in diesen Tochtergesellschaften des IB waren noch vor einigen Jahren Beschäftigte des IB e.V. Sie sind seinerseits zu Zwecken der Absenkung der Entgelte und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in die Tochtergesellschaften ausgegliedert worden. Teilweise gibt es Tarifverträge (unter e.V.-Niveau, bei der GiS und in Teilen der IB GmbH gibt es keine tariflichen Regelungen).

In seinen Dienstagsmails verkündete der IB:

„… sind wir in Gesprächen mit dem Bundesvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der GEW und dem Konzernbetriebsrat des IB, um gemeinsam eine zukunftsweisende Tarifarchitektur auszuarbeiten.“

Zum Auftakt der Gespräche erklärte der IB, dass zuerst die Weitergeltung des Absenkungstarifvertrags in NRW vereinbart werden müsste, bevor Verhandlungen zu weiteren Themen (Mantel, Tarifvertrag Tätigkeitsmerkmale, Entgelt..) geführt werden könnten.
Die beiden Tarifkommissionen haben eine Fortführung der abgesenkten Löhne in NRW als Bedingung für weiteres Fortkommen einmütig abgelehnt.

Folglich wurde auch nicht weiter verhandelt, sondern nur noch Positionen zur Betriebsratsstruktur in zwei neuen GmbHs ausgetauscht (IB Mitte GmbH, IB West GmbH). Auch hier lagen die Positionen noch weit auseinander. Das betrifft die Anzahl der Betriebsratsgremien, die Größe der Gremien und die Freistellung von Betriebsratsmitgliedern.

Daraufhin erklärte der Arbeitgeber, er habe erneuten Beratungsbedarf.

Am 15. Januar 2014 tagt die Arbeitgeber-Tarifkommission, am 20. Januar beschließt der IB-Vorstand. Sofort danach wird der Arbeitgeber uns informieren, am 29. Januar 2014 findet die nächste gemeinsame Tarifkommission der Gewerkschaften statt.

Die GEW fordert:

Schluss mit ungleicher Bezahlung in Ost und West!

Keine Differenzierung der Gehälter nach Branchen (Gleiches Geld für gleiche Arbeit!)

Einheitliche Rahmenregelungen (Mantel, Tätigkeitsmerkmale, Altersvorsorge) für alle Teile des IB-Konzerns

Einheitliche tarifliche Entgeltregelung auf hohem Niveau.

Die GEW-Tarifkommission wird sich am 9. Januar 2014 mit dem Thema Entgelt und Entgeltstruktur befassen und intensiv beraten.

Bitte sprich mit Hilfe dieses Infos (Noch-)Nichtmitglieder in Deinem Umfeld an und erzähle Ihnen, dass es wichtig ist bei der GEWerkschaft mitzumachen.

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