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Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Strategie

Im März 2015 hat die GEW das Angebot eines Eingruppierungsvertrages für angestellte Lehrkräfte zurückgewiesen. Auf vielen Konferenzen setzt sich die GEW seither mit der Frage auseinander, wie in Zukunft für faire Bezahlung von Lehrkräften gekämpft werden kann.

04.08.2015

Die Tarifrunde der Länder im März 2015 hat in vielerlei Hinsicht Neuerungen mit sich gebracht. Die GEW hat Mut bewiesen und das Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen. „Die Arbeitgeber wollen die Bezahlung der bundesweit 200.000 angestellten Lehrkräfte weiterhin diktieren. Mit 30 Euro Zulage im Monat für einzelne Lehrergruppen wollten sie uns zudem das Streikrecht abkaufen", erklärte GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke noch im März.

Die Ablehnung des Angebots einer komplett an das einseitig diktierte Besoldungsrecht der Länder angebundenen L-EGO kann sich zu einem juristischen Tauziehen für die Eingruppierung angesteller Lehrkräfte entwickeln. Einige Bundesländer haben angekündigt, den von der GEW nicht unterzeichneten Tarifvertrag auch auf GEW Mitglieder anzuwenden. Unsere Landesverbände führen zu diesem Thema kompetente Beratungen durch.

Seit März beschäftigt die GEW zudem die Frage nach einer zukünftigen Strategie, um eine bessere Bezahlung für angestellte Lehrkräfte zu erstreiten. Der GEW Landesverband NRW hat dazu noch im Mai eine Protestaktion durchgeführt und damit die Arbeitgeberseite erneut aufgefordert, Lehrkräfte endlich gerecht zu bezahlen. Außerdem haben unsere GEW Landesverbände zu tarifpolitischen Strategiekonferenzen eingeladen. Noch bis zum Ende des Jahres werden weitere folgen, ebenso wie Sitzungen der Großen Tarifkommission und des Koordinierungsvorstandes. Das erklärte Ziel: die faire Bezahlung angestellter Lehrkräfte.

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