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GEW-ScreeningsAntikriegssatire über einen Jungen in Nazideutschland

In „Jojo Rabbit“ entdeckt ein zehnjähriger Hitlerjunge, dass seine Mutter eine Jüdin im Haus versteckt, und berät sich mit seinem imaginären Freund Adolf Hitler. Vorführungen für GEW-Mitglieder sind am 26. Januar in verschiedenen Städten geplant.

06.01.2020

In der Zweiten-Weltkrieg-Satire „Jojo Rabbit“ wird das Weltbild eines einsamen deutschen Jungen (Roman Griffin Davis als Jojo) auf den Kopf gestellt, als er herausfindet, dass seine alleinerziehende Mutter (Scarlett Johansson) auf ihrem Dachboden ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie) versteckt. Jojo muss seine Ansichten revidieren - und der Einzige, den er um Rat fragen kann, ist sein idiotischer imaginärer Freund Adolf Hitler (Taika Waititi).

„Jojo Rabbit“ basiert auf dem Roman „Caging Skies“ von Christine Leunens. Der Film porträtiert aus der Perspektive eines Kindes eine Welt, die durch ihre Intoleranz verrückt geworden ist. Drehbuchautor und Regisseur Waititi, der jüdische Wurzeln hat und in seiner Kindheit selbst Erfahrung mit Vorurteilen machte, schildert die Geschichte eines Jungen, der wie so viele in jener Zeit einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und Hitler totale Gefolgschaft schwor.

„Es ist wichtig, neue und originelle Wege zu finden, um die schreckliche Geschichte des Zweiten Weltkriegs immer und immer wieder auch der jüngeren Generation nahe zu bringen.“  (Taika Waititi)

Aus diesem Stoff machte er eine schwarze Komödie über die toxischen Ideen, die zu Antisemitismus und Verfolgung führten. In einer Gratwanderung zwischen Spaß und Ernst verbindet Waititi seine Satire mit der Hoffnung, dass Fanatismus und Hass überwunden werden können. „Jojo Rabbit“ solle „auch als Mahnung dienen, unsere Kinder, besonders in der heutigen Zeit, zu Toleranz zu erziehen - und auch uns selbst daran erinnern, dass in dieser Welt der Hass keinen Platz hat“, sagt der Filmemacher über sein Werk. „Ich hoffe, dass der Humor in ‘Jojo Rabbit’ dabei hilft, eine neue Generation zu interessieren; es ist wichtig, neue und originelle Wege zu finden, um die schreckliche Geschichte des Zweiten Weltkriegs immer und immer wieder auch der jüngeren Generation nahe zu bringen.“

Kinostart ist am 23. Januar 2020. Für GEW-Mitglieder sind Sondervorführungen am 26. Januar geplant. Bisher stehen die Städte Berlin, Essen, Münster und Stuttgart fest. Auch Vorstellungen für Schulklassen sind möglich, dazu wenden sich Interessierte einfach an ihr Wunschkino. Der Film eignet sich insbesondere für die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Philosophie, Religion, Ethik, Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Kunst sowie für fächerübergreifende Projekte, Schulprojekte und AGs. Materialien und Anregungen für den Unterricht gibt es bei Vision Kino. 

Ausführliche Informationen zum Thema GEW und Kino und wie man konkret an Karten kommt, bieten zum Beispiel die Landesverbände Bayern und Thüringen.

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