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"Ankommen"-App um Tipps und Infos erweitert

Die App „Ankommen“ verzeichnet gut drei Monate nach ihrem Start bereits fast 135.000 Downloads. Das Angebot für Geflüchtete soll der schnellen und umfassenden Orientierung während der ersten Wochen in Deutschland dienen.

04.05.2016

Zum 1. Mai wurde die App zudem aktualisiert und erweitert: Informationen zum Asylpaket 2 der Bundesregierung wurden eingebaut, praktische und werteorientierte Tipps zum Leben in Deutschland wurden um Texte zu Medien und Gesundheit ergänzt. Der Selbstlernsprachkurs umfasst nun zwei weitere Kapitel. „Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Die App 'Ankommen' leistet dazu einen wichtigen Beitrag", sagte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert.

 „Ankommen“ bietet Information und praktische Hilfe für Geflüchtete zu den Themen Asyl, Ausbildung, Arbeit und Leben in Deutschland. Die Informationen stehen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi/Persisch zur Verfügung. Der integrierte Selbstlernsprachkurs auf Anfängerniveau bietet über authentische Lernsituationen einen einfachen Einstieg in die deutsche Sprache.

Die App wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk erstellt. Sie ist kostenfrei ladbar, offline nutzbar und steht für iOS und Android zur Verfügung. Sie wird auch in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und angepasst.

Vorschläge der GEW

Für die GEW ist die deutsche Sprache der Schlüssel zur Integration. Dazu braucht es Zugang zu Bildung für Flüchtlinge und Asylsuchende. Ende 2015 stellte die Gewerkschaft konkrete Vorschläge zu bildungspolitischen Maßnahmen für Flüchtlinge vor. Ihren Berechnungen zufolge sind für eine schnelle Integration durch Spracherwerb und Bildung etwa 38.000 zusätzliche Lehrkräfte und ErzieherInnen notwendig.

Außerdem müsse die Zusatzqualifikation Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für PädagogInnen gestärkt und über DaZ-Crashkurse für pädagogisch qualifizierte Menschen nachgedacht werden. Neben Kitas und Schulen sollten auch Hochschulen Zugang zu Bildung für Geflüchtete ermöglichen. Auch für die Integrationskurse müssen laut GEW mehr akademisch qualifizierte Menschen gewonnen werden.

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