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Amerikanische Lehrergewerkschaft AFT unterstützt Hillary Clinton

3.000 Delegierte sprachen auf dem AFT-Kongress in Minneapolis im Juli 2016 ihrer Präsidentin Randi Weingarten das Vertrauen aus. Auch die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton konnte sich über Unterstützung freuen.

09.08.2016 - Uwe Preuss

Auf dem 84. Gewerkschaftskongress der American Federation of Teachers (AFT) vom 17.- 21. Juli 2016 in Minneapolis bestätigten die rund 3.000 Delegierten nicht nur die bisherige AFT-Präsidentin Randi Weingarten mit überwältigender Mehrheit. Auch die Kandidatin für das Amt der US-amerikanischen Präsidentschaft, Hillary Rodham Clinton, erfuhr die volle Unterstützung der AFT.

Clintons Auftritt am ersten Tag bildete den Höhepunkt des Kongresses. Sie versprach, sich besonders für die Bildung und das Wohlergehen von Kindern einzusetzen. Die Delegierten bestätigten, dass Clinton sich in ihrer Zeit als Gouverneurin von New York und als First Lady bereits sehr für die Belange von Kindern und Jugendlichen eingesetzt hatte. Daraufhin beschlossen die Delegierten mit großer Mehrheit, den Wahlkampf von Hillary Clinton aktiv zu unterstützen. Zwei Wochen zuvor hatte bereits die NEA (National Education Association) die Unterstützung der Kandidatur von Clinton beschlossen.

Überschattet wurde der Kongress jedoch von Meldungen über den Tod schwarzer Jugendlicher durch Polizeigewalt. Ein farbiger junger Mann war in Saint Paul, dem unmittelbaren Nachbarort von Minneapolis von Polizisten erschossen worden. Die Initiative „Black Lives Matter“ hatte zu einer Demo aufgerufen, an der auch viele AFT-Delegierte teilnahmen. Keine Überraschung also, dass die Geschehnisse auf den Straßen von Saint Paul auch in vielen Diskussionsbeiträgen im Kongresssaal zum Thema wurden. Viele AFT Delegierte riefen zur Versöhnung auf.

Die AFT ist mit derzeit 1,62 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Lehrergewerkschaft der USA. In diesem Jahr feierte sie ihren 100. Jahrestag seit der Gründung im Jahr 1916 in Chicago. Auch Susan Hopgood, die Vorsitzende der Bildungsinternationale, war vor Ort. Für die GEW hat Uwe Preuss am Kongress teilgenommen.

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