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Aktionswoche 3. bis 6. Mai: Letzter Warnstreik- und Aktionstag

Am vierten und letzten Warnstreiktag haben sich in Bremen und Bayern noch einmal rund 200 angestellte Lehrkräfte an den Aktionen beteiligt. Damit haben in dieser Woche 6.500 Lehrkräfte mit ihren Aktivitäten deutlich gemacht, dass sie einen Länder-Tarifvertrag wollen, der eine bessere und einheitliche Bezahlung sichert.

06.05.2010

Aufgerufen hatten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die dbb Tarifunion. Die Lehrerinnen und Lehrer sind unzufrieden, da die Arbeitgeber die Verhandlungen über eine Länder-Entgeltordnung (L-ego) für angestellte Lehrkräfte seit Monaten verschleppen.

"Die hohe Beteiligung an den Aktionen in den Ländern zeigt, wie wichtig eine Verbesserung der Einkommen und der Abschluss dieses Tarifvertrages für die angestellten Lehrkräfte sind“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad am Donnerstag in Frankfurt a. M. "Die Bildungsgewerkschaft geht gestärkt in die nächsten Verhandlungen Ende Mai. Ich empfehle den Arbeitgebern sehr nachdrücklich, endlich ernsthaft und ergebnisorientiert zu verhandeln. Dazu gehört ein klares Bekenntnis, dass der wichtige Bereich Bildung nicht schlechter behandelt wird als vergleichbare Bereiche.“

"Es muss endlich eine einheitliche Bezahlung für alle wissenschaftlich ausgebildeten Lehrkräfte geben. Schluss mit der Ungerechtigkeit zwischen Gymnasien und anderen Schulen“, sagte GEW-Landesvorstandssprecher Christan Gloede-Noweck in Bremen. "Es darf kein „Sanierungsländer-Rabatt-Gesetz“ geben, in dem einzelne Länder unter dem Niveau der Tarifergebnisse bezahlen wollen.“ In der Hansestadt haben 150 angestellte Lehrkräfte die Arbeit am Donnerstag niedergelegt.

"Auch in Bayern haben die Lehrkräfte genug davon, dass die Arbeitgeber das Thema 'tarifliche Eingruppierung für Lehrkräfte’ aussitzen wollen“, betonte Ilona Deckwerth, stellvertretende GEW-Vorsitzende in Bayern, vor knapp 50 Lehrkräften in München. "Die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber nehmen wir nicht mehr hin. Wir wollen, dass Lehrkräfte nicht schlechter als andere Akademiker im öffentlichen Dienst bezahlt werden.“

Info: Nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach fünf Verhandlungsrunden über eine Länder-Entgeltordnung für Lehrkräfte am Mittwoch vergangener Woche die Kernforderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen hatte, haben GEW und dbb Tarifunion die angestellten Lehrkräfte zu einer ersten Warnstreik- und Aktionswoche aufgerufen. Diese ist heute zu Ende gegangen. Die GEW hat in der L-ego-Runde für Lehrkräfte die Verhandlungsführerschaft. Bisher gibt es für die gut 200.000 angestellten Lehrkräfte in Deutschland keinen Tarifvertrag. Sie werden nach sogenannten Lehrerrichtlinien bezahlt, nach denen die Arbeitgeber die Eingruppierung angestellter Lehrkräfte einseitig festlegen.

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