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„Tag der Befreiung vom Faschismus“8. Mai zum gesetzlichen Feiertag machen

Angesichts der Zunahme von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rassismus erinnert die GEW an die Verantwortung zur Information und Aufklärung von Lehrkräften. Und plädiert dafür, den „Tag der Befreiung“ zum Feiertag zu machen.

08.05.2020

Die GEW unterstützt zusammen mit allen anderen Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die Forderung, den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag zu einem Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung in jeder Form zu machen. „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Diese gewerkschaftliche Grundhaltung prägt unser Handeln“, betonte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mit Blick auf den „Tag der Befreiung vom Faschismus“, der sich am Freitag zum 75. Mal jährte. Zugleich erinnerte sie an die besondere Verantwortung von Pädagoginnen und Pädagogen zur Information und Aufklärung.

„Dass gerade wieder Kräfte erstarken, die den Nationalsozialismus verharmlosen, antisemitische Verschwörungstheorien im Internet Hochkonjunktur haben und die Erinnerung an den Holocaust als ‚Schuldkult‘ diffamiert wird, zeigt, wie wichtig die Aufgabe aller Lehrenden im Bildungsbereich ist.“ (Marlis Tepe)

„In einer Zeit, in der antisemitische, islamfeindliche und rassistische Übergriffe und Morde sowie Hatespeech zunehmen, müssen wir Lehrenden Verantwortung übernehmen, die Demokratieerziehung stärken und das Geschichtsbewusstsein fördern“, sagte Tepe. „Dass gerade wieder Kräfte erstarken, die den Nationalsozialismus verharmlosen, antisemitische Verschwörungstheorien im Internet Hochkonjunktur haben und die Erinnerung an den Holocaust als ‚Schuldkult‘ diffamiert wird, zeigt, wie wichtig die Aufgabe aller Lehrenden im Bildungsbereich ist.“

Steigende Gefahr militärischer Konflikte

Die GEW unterstützt auch den Aufruf „Wir sagen nein zur Sprache der Gewalt, ja zu einer Kultur des Friedens“ und lehnt einen neuen Rüstungswettlauf ab. „Für 75 Prozent der weltweiten Militärausgaben sind zehn Länder verantwortlich. Deutschland liegt in diesem Rüstungs-Ranking auf dem unrühmlichen achten Platz – und die Ausgaben für Rüstung und Militär sollen weiter steigen“, kritisierte Tepe. Sie warnte davor, neue Atomwaffen zu entwickeln und zu stationieren.

Aber auch ohne diese Massenvernichtungswaffen steige in einer Welt digitaler Technologien die Gefahr militärischer Konflikte. „Abrüsten statt Aufrüsten lautet das Gebot der Stunde. Gerade die Corona-Krise macht überdeutlich, wie dringend die Gelder etwa im Gesundheits- und Bildungswesen, aber auch für den Klimaschutz benötigt werden.“

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