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5,5 Prozent mehr Gehalt und Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte

Eine Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten und einen Tarifvertrag für die angestellten Lehrkräfte - mit dieser Forderung geht die GEW in die Länder-Tarifrunde im Frühjahr 2015.

18.12.2014

„Der öffentliche Dienst darf nicht weiter von der Lohnentwicklung in der Wirtschaft abgekoppelt werden. Im Gegenteil: Die sich öffnende Schere muss geschlossen werden", forderte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag während der Pressekonferenz der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in Berlin. Tepe stellte klar, dass es für die GEW ist von ebenso entscheidender Bedeutung sei, dass der Einstieg in die tarifliche Eingruppierung der 200.000 angestellten Lehrkräfte gelinge. „Der tarifpolitische Skandal, dass es für die größte Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst der Länder keinen Tarifvertrag gibt, muss endlich beendet werden“, betonte die GEW-Vorsitzende. Erst wenn die Eingruppierung nicht länger den einseitig von den Arbeitgebern diktierten Richtlinien folge, könnten die Gehälter der angestellten Lehrkräfte in freien kollektiven Verhandlungen vereinbart werden.

Eingruppierung im Rahmen der Tarifrunde lösen

Deshalb verhandelt die GEW vor der Tarifrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Struktur einer künftigen Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO). „Wir arbeiten daran, dass diese Gespräche bis zum Verhandlungsauftakt soweit abgeschlossen sind, dass die offenen Themen im Rahmen der Tarifrunde gelöst werden können“, sagte Tepe. Der Einstieg in die tarifliche Eingruppierung müsse auch materielle Verbesserungen für die Beschäftigten beinhalten. Viele Lehrkräfte seien viel zu niedrig eingruppiert, etwa weil sie ihren Abschluss in der ehemaligen DDR erworben haben oder an einer Schulform eingesetzt werden, die nicht ihrem Abschluss entspricht.

Tepe erinnerte die Länder an den lange gepflegten Grundsatz: „Besoldung folgt Tarif“. „Wir wollen ein gutes Tarifergebnis, aber es darf nicht sein, dass die Länder dann bei den Beamtinnen und Beamten sparen. Deshalb muss die Tariferhöhung in allen Bundesländern zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden“, hob die GEW-Vorsitzende hervor.

Start am 16. Februar 2015

Am 16. Februar 2015 beginnen in Berlin die Tarifverhandlungen für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten. Die zweite und dritte Verhandlungsrunde sind für den 26./27. Februar und den 16./17. März, jeweils in Potsdam, terminiert.

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