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3.800 angestellte Lehrkräfte protestieren in Berlin

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr haben tausende angestellte Lehrkräfte in Berlin ihre Arbeit niedergelegt. 3.800 LehrerInnen zogen am Donnerstag zum Brandenburger Tor und demonstrierten für gleiches Geld für gleichwertige Arbeit.

13.05.2016

Die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik, forderte bei der Abschlusskundgebung zu raschen Verhandlungen auf: „Der Finanzsenator hat sich erstmals grundsätzlich bereit gezeigt, über die berechtigten Forderungen der angestellten Lehrkräfte zu verhandeln. Das begrüßen wir sehr. Den ersten positiven Signalen müssen jetzt schnell Taten folgen!“ Sollte es nicht zeitnah zu ernsthaften und zielgerichteten Verhandlungen kommen, "werden wir den Druck weiter erhöhen". 

Siebernik betonte zugleich: „Eine Lösung ist im Rahmen des Tarifvertrages der Länder möglich. Unsere Forderungen sind finanzierbar." Berlin brauche in den nächsten Jahren tausende neue Lehrkräfte. "Die werden nur kommen, wenn die Bedingungen stimmen." Auch der Tarifexperte der GEW Berlin, Udo Mertens, sagte: „Angestellte Lehrkräfte haben einen Anspruch auf die gleiche Entlohnung wie Beamte. Grundschullehrkräfte legen das Fundament jeder erfolgreichen Schullaufbahn und müssen ebenso in die Entgeltgruppe 13 eingruppiert werden wie Lehrkräfte an den Oberschulen."

Die angestellten Lehrkräfte waren bereits Ende Januar und Mitte März für ihre Forderungen auf die Straße gegangen.

 

 

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