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150.000 Beschäftigte im Streik

Rund 150.000 im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) der Kommunen Beschäftigte, insbesondere Erzieherinnen und Erzieher, haben die Arbeit in der ersten Woche (ohne Donnerstag) der unbefristeten Streiks niedergelegt. Bundesweit blieben tausende Kitas und andere SuE-Einrichtungen geschlossen.

15.05.2015

Foto: GEW Thüringen

Die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst haben in der ersten Streikwoche bundesweit mit großem Einsatz für die Aufwertung ihrer Berufe demonstriert.

150.000 ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, HeilpädagogInnen, KitaleiterInnen, KinderpflegerInnen, KindheitspädagogInnen und HeilpädagogInnen sowie weitere SuE-Beschäftigte haben ihre Arbeit zum Teil ohne Unterbrechung niedergelegt.

Seit dem 8 Mai. blieben tausende SuE-Einrichtungen in allen Bundesländern geschlossen oder wurden lediglich mit Notdiensten besetzt, darunter Kitas und Jugendzentren, Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, heilpädagogische Förderzentren, Jugendämter, Einrichten des des Allgemeinen Sozialdiensts, und in der Schulsozialarbeit.

Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, sagte: „Die Arbeitgeber haben fünf Verhandlungsrunden lang blockiert und kein Angebot vorgelegt. Jetzt geben die Beschäftigten mit ihren Streiks die richtige Antwort auf die Verweigerungshaltung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst müssen endlich kräftig aufgewertet und die Kolleginnen und Kollegen besser eingruppiert werden.“

Hocke machte noch einmal deutlich, dass die gesellschaftlichen Erwartungen an das gesamte SuE-Berufsfeld in den vergangenen Jahren enorm gewachsen seien. Damit seien auch die Anforderungen an Qualifikation und Arbeit der Beschäftigten in den Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen gestiegen. „Diese Entwicklung muss sich endlich in einer deutlich besseren Bezahlung der Beschäftigten widerspiegeln. Ich appelliere an die Arbeitgeber: Legen Sie endlich ein Angebot vor“, unterstrich Hocke. Er machte deutlich, dass der Bund in die Finanzierung der Kitas einsteigen müsse: „Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung.“

Die Streiks werden in der kommenden Woche fortgesetzt, da die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt haben.

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