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Mitgliederbefragung Goethe-InstitutMehrheit stimmt für Tarifabschluss

Die im Eigenmittelbereich des Goethe-Instituts beschäftigten Mitglieder haben dem Tarifkompromiss aus dem Oktober mit rund 96 Prozent zugestimmt. Er umfasst Härten, aber auch Verbesserungen für die Lehrkräfte.

26.11.2021

Nach dem Tarifabschluss Ende Oktober hat die GEW ihre im Eigenmittelbereich des Goethe-Instituts (GI) beschäftigten Mitglieder befragt, ob sie der Einigung zustimmen: Mehr als 96 Prozent der Mitglieder votierten für den Abschluss.

Dieser umfasst eine Fortsetzung des Zukunfts- und Struktursicherungstarifvertrags mit erhöhter Lehrkräfte-Arbeitszeit im Jahr 2022 und den dauerhaften Wegfall der fünf AB-Tage für Lehrkräfte. Damit nehmen die Lehrkräfte weitere Härten in Kauf, um die Institute und ihre Arbeitsplätze zu sichern.

„Vor den Verhandlungen waren unsere Mitglieder sehr skeptisch. Dass sie nun mit so großer Mehrheit zustimmen zeigt, dass es ein tragfähiger Kompromiss ist.“ (Daniel Merbitz)

Aber auch die Arbeitgeberseite bewegte sich in den Verhandlungen deutlich, zum Kompromiss gehören elementare Verbesserungen des Eigenmittel-Tarifvertrags. Von den Mitgliedern wurde insbesondere die dynamische Anbindung an die Tarifentwicklung im TVöD begrüßt.

GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz betonte: „Vor den Verhandlungen waren unsere Mitglieder sehr skeptisch. Dass sie nun mit so großer Mehrheit zustimmen zeigt, dass es ein tragfähiger Kompromiss ist.“

Wenn das GI-Präsidium dem Tarifergebnis ebenfalls zustimmt, können die Änderungstarifverträge Anfang 2022 in Kraft gesetzt werden. Der geänderte Katalog der Zusammenhangstätigkeiten für Lehrkräfte gilt dann ab 1. Januar 2022. Zum 1. April 2022 wird erstmals ein Erhöhungsschritt der Entgelttabelle zum TVöD automatisch auch für den Eigenmittelbereich umgesetzt. Die Entgelte steigen zu diesem Datum um 1,8 Prozent. Alle Bestandslehrkräfte im Eigenmittelbereich erhalten außerdem im Jahr 2022 einen AB-Tag.