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Materialien von Klicksafe

Tipps zum Umgang mit Hassrede im Netz

Die Broschüre „Hass im Netz. Von den Grenzen der Meinungsfreiheit“ unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, das Thema in der Arbeit mit Jugendlichen zu behandeln.

Foto: Pixabay / CC0

Hasserfüllte Kommentare, Beleidigungen oder gar konkrete Gewaltandrohungen finden sich inzwischen an vielen Orten im Internet: in Social-Media-Kanälen, Foren und Kommentarspalten von Onlinemedien. 76 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer sind bereits mit Hassrede in Berührung gekommen, wie die Hate Speech-Forsa-Umfrage der Landesanstalt für Medien NRW zeigt.

Die neue Infobroschüre „Hass im Netz. Von den Grenzen der Meinungsfreiheit“ von Klicksafe und der AJS NRW beinhaltet daher umfangreiche Informationen zu Hassrede und unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, das Thema in der Arbeit mit Jugendlichen zu behandeln.

Hassrede unterscheidet sich von anderen Formen digitaler Gewalt wie Cybermobbing. Sie richtet sich vor allem gegen Personen, die marginalisierten Gruppen angehören, und wertet Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung ab. Insbesondere extremistische Gruppen nutzen das Internet gezielt für hasserfüllte Propaganda und profitieren von der vermeintlichen Anonymität.

Klicksafe gibt zudem Tipps zum Umgang mit Hassrede im Netz:

  • Melden: Richtet sich der Hasskommentar gegen die eigene Person, sollten sich Be­troffene an die Plattform wenden und diese zur Löschung des Kommentars auffordern. Auch Personen, die nicht selbst betroffen sind, können Kommentare melden. 
  • Rechtliche Schritte gehen: Die Verfasserinnen und Verfasser von Hassnachrichten können sowohl zivilrechtlich als auch straf­rechtlich belangt werden. Bei gravierenden Hasskommentaren bietet sich eine Strafanzeige an. Zuständig sind die Polizei und die Staatsanwaltschaft. 
  • Anzeige bei Beleidigung: Bei Beleidigung nach § 185 Strafgesetzbuch ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft erst, nachdem eine Anzeige erstattet wurde.
  • Beweise sichern: Für die Anzeige ist es wichtig, die Beweise zu sichern. Dazu sollten per Screenshots alle relevanten Daten gesichert werden. Hilfreich ist es auch, den Kontext zu dokumentieren und auf einem Screenshot nicht nur die beleidigende Nachricht, sondern auch den gesamten Chatverlauf festzuhalten.