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Bildungsinternationale „Gemeinsam für eine bessere globale Bildungsfinanzierung“

Maike Finnern, seit Juni neue Vorsitzende der GEW, wurde in den Vorstand der Bildungsinternationalen (BI) gewählt.

30.11.2021 - Matthias Holland-Letz, freier Journalist

Maike Finnern wurde in den Vorstand der Bildungsinternationale (BI) gewählt. „Mir ist besonders wichtig, dass sich die BI für globale Bildungsgerechtigkeit einsetzt“, erklärte die neue Vorsitzende der GEW. Die Covid-19-Pandemie habe bestehende Bildungsungleichheiten weltweit verstärkt. „Der Nachholbedarf ist groß – deshalb ist es wichtig, dass wir uns für Investitionen in Bildung und eine bessere globale Bildungsfinanzierung einsetzen“, betonte die 52-Jährige Gewerkschafterin. „Gemeinsam kämpfen wir für die Stärkung der öffentlichen Bildungseinrichtungen und gegen die Privatisierung von Bildung.“

„Von den Entwicklungen in anderen Ländern lernen“

Eine weitere große Zukunftsaufgabe sehe sie darin, junge Mitglieder zu gewinnen und sie zur Mitarbeit zu motivieren. „Nur wenn uns dies gelingt, bleiben wir als Bildungsgewerkschaften weltweit stark. Die BI ist ein wichtiges Forum für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch, damit wir von den Entwicklungen in anderen Ländern lernen können.“

Die GEW wird auch weiterhin die Solidaritätsarbeit der BI unterstützen und sich für verfolgte Kolleginnen und Kollegen weltweit einsetzen. Die BI ist mit knapp 400 Bildungsgewerkschaften aus 178 Ländern und über 32 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsverband der Welt.

Marlis Tepe war sechs Jahre Vizepräsidentin

Marlis Tepe, Vorgängerin von Maike Finnern im Amt der GEW-Vorsitzenden, trat im November nach über sechs Jahren als Vizepräsidentin der Bildungsinternationalen zurück. Tepe engagierte sich in der BI unter anderem für mehr Frauen in der Führung von Gewerkschaften und für verfolgte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.

Neue europäische Vizepräsidentin wurde die Schwedin Johanna Jaara  Åstrand, Vorsitzende der schwedischen Bildungsgewerkschaft Lärarforbudet.