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JIM-Studie 2021 Mehr Fake News und Beleidigungen im Netz

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen wird im Internet mit Hassbotschaften und extremen politischen Ansichten konfrontiert. Das geht aus der JIM-Studie 2021 hervor.

02.12.2021

Verschwörungstheorien und Hassbotschafen im Netz erreichen nach wie vor viele junge Menschen: Laut der JIM-Studie 2021 wurden 58 Prozent der Jugendlichen allein im Monat vor der Befragung mit Hate Speech konfrontiert, 56 Prozent mit extremen politischen Ansichten sowie etwa die Hälfte mit Verschwörungstheorien und beleidigenden Kommentaren. Fake News liegen bei 42 Prozent. Lediglich 23 Prozent der Jugendlichen gaben an, im vergangenen Monat mit keinem dieser Phänomene zu tun gehabt zu haben. Insgesamt ist der Anteil der betroffenen Jugendlichen in allen Bereichen höher als im Jahr 2020. 

Datenschutz ist für viele kein Thema

Unterdessen bleibt WhatsApp der wichtigste Dienst zur Kommunikation unter den Zwölf- bis 19- Jährigen. 92 Prozent der Jugendlichen nutzen ihn mindestens mehrmals pro Woche. Instagram folgt mit 58 Prozent auf dem zweiten Platz, TikTok (46 Prozent) verdrängt Snapchat (42 Prozent) von Rang drei. Kaum ein Thema ist für die Jugendlichen der Datenschutz auf diesen Plattformen: Nur ein Drittel von ihnen hat hier Bedenken.

Die relevanten aktuellen Themen sind für die Jugendlichen der Klimawandel und die Coronapandemie. Als ihre wichtigsten Nachrichtenquellen nannten ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen das Fernsehen (32 Prozent), 22 Prozent das Radio und 21 Prozent das Internet.

Für die repräsentative JIM-Studie 2021 (Jugend, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest wurden vom 1. Juni bis 11. Juli 2021 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch oder online befragt.