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Vertiefungsseminar: Recht und Rechtsprechung in der beruflichen Anerkennung

Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz oder kurz BQFG – seit dem 01.04.2012 ist dies die juristische Grundlage einen ausländische Berufsabschluss auf Gleichwertigkeit zu prüfen. Knapp 50.000 Menschen, die meisten mit Migrationsgeschichte, haben davon bereits Gebrauch gemacht. Das Gesetz, einst aus der Taufe gehoben um Fachkräftemangel zu beheben, ist nun auch stark in die Debatte um die Arbeitsmarktintegration von Menschen auf der Flucht einbezogen.

Wir stellen nun die Frage, wie sich das Gesetz in der Praxis und unter den neuen Rahmenbedingungen entwickelt hat. Uns geht es vor allem um die Rechtsprechung in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Werden alle Migrant_innen im Berufsanerkennungsverfahren tatsächlich gleich behandelt?

Zunächst geben wir einen kurzen Übersicht in die einzelnen Rechtsgebiete, den Instanzenzug und die Wechselwirkung zwischen kodifziertem Recht und Richterrecht. Das machen wir anhand zweier Beispielurteile im nichtreglementierten Bereich und eines Büro- sowie eines technischen Berufes aus Osteuropa und der Türkei. Abschließend sollen Anreize geschaffen werden, Anerkennungsbedarfe arbeitsrechtlich mittels Kollektivrecht einzubinden.

Termin
14.09.2017, 10:30 - 17:30 Uhr
Veranstaltungsort
DGB-Bildungszentrum Düsseldorf
Hans Böckler Str. 39
40476 Düsseldorf Düsseldorf
Teilnahmebeitrag
Die Kosten für Bildung, Verpflegung, Übernachtung, An- und Abreise werden durch das vom BMBF geförderte Projekt "Anerkannt" übernommen.
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