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lehrenEine qualitativ hochwertige Lehre an den Hochschulen ist eines der Hauptanliegen der Bildungsgewerkschaft GEW im Wissenschaftsbereich. Daher hat sich die GEW schon frühzeitig für die Evaluation der Lehre eingesetzt. Da die Qualität der Lehre aber entscheidend von den Rahmenbedingungen abhängt, erhebt die GEW Brandenburg auch hierzu immer wieder ihre Stimme - egal, ob es beispielsweise um die Arbeitsbedingungen von Lehrbeauftragten oder um die Stellenausstattung der Hochschulen geht. Die GEW-Forderung nach mehr unbefristet Beschäftigten im Mittelbau ist auch hier von zentraler Bedeutung.
Zum Wintersemester 2005/2006 eröffnet die Fachhochschule Potsdam den neuen Bachelor-Studiengang „Bildung und Erziehung in der Kindheit“. Mit diesem B.A.-Studiengang, erfolgt eine Angleichung an das europäische Ausbildungsniveau, da in nahezu allen europäischen Ländern Erzieher/innen auf Hochschulniveau ausgebildet werden. In Deutschland haben neben der FH Potsdam erst sechs Fachhochschulen und eine Universität begonnen, Erzieher/innen auszubilden. Der Studiengang dient nicht nur der generellen Anhebung des Qualifikationsniveaus für Pädagoginnen und Pädagogen in Einrichtungen der vorschulischen Bildung und außerschulischen Betreuung von Kindern, sondern soll das Berufsbild zu Experten und Expertinnen für kindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse erweitern. Die GEW macht sich seit längerem für eine Erzieher/innenausbildung an den Hochschulen stark. „Für die Kleinsten brauchen wir Erzieher/innen, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bestmöglich ausgebildet sind. Wer Bildung von Anfang an ernst nimmt, muss die Hochschulen für Erzieher/innen öffnen", sagte das GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke erst Anfang März während einer Pressekonferenz in Stuttgart. Die PISA-Ergebnisse zeigen, wie wichtig früh einsetzende Bildungsprozesse für die Entwicklung der Kinder seien. Daher muss es jetzt darum gehen die Erzieher/innenausbildung an Hochschulen in Brandenburg zu etablieren.
Der neue Studiengang an der FH Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Ludwig-Körner zeichnet sich durch eine psychoanalytische Schwerpunktsetzung aus. Die Studierenden lernen die für die Berufspraxis und für den Übergang zu Master-Studiengängen erforderlichen Fachkenntnisse. Ziel ist, die Studierenden zur Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse zu befähigen und ihnen professionelle Handlungskompetenzen in den Berufsfeldern der erzieherischen und pädagogischen Arbeit mit Kindern zu vermitteln. Sie erwerben Kompetenzen für eine pädagogische Arbeit in Bereichen wie Kindertageseinrichtungen, Hort, Ganztagsschulen, Schnittstellen zwischen Schule und Jugendhilfe, Elternarbeit, betreutes Wohnen von Müttern mit kleinen Kindern etc. Außerdem werden Kompetenzen für Führungs- und Leitungsaufgaben im Tätigkeitsfeld Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung im Gemeinwesen vermittelt. Der Studiengang wird in Kooperation mit Lehrenden der Universität Potsdam aus dem Institut für Erziehungswissenschaft und dem Institut für Grundschulpädagogik durchgeführt. Das Studium umfasst die Pflichtmodule Theorie und Praxis der Arbeitsfelder, professionelles Handeln, Bildungsbereiche, erziehungs- und sozialwissenschaftliche Grundlagen sowie institutioneller Rahmen und die Bachelor-Arbeit. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, also drei Jahre mit integrierten Praktika.
Weitere Informationen sind erhältlich unter // http://sozialwesen.fh-potsdam.de/babek.html sowie unter Tel. 0331 580-2093,
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