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Geschlechterbewusste Bilder

Bildsprache ist ein ebenso wirkungsvoller Teil der Kommunikation wie gesprochene und geschriebene Sprache. Gesellschaftliche Stereotype können durch Bilder zementieren werden, sie können festgefahrene Muster jedoch auch aufbrechen. Darum ist es wichtig, Bilder überlegt einzusetzen. Wir geben Tipps und Hinweise!

Ein Beispiel: Die Darstellung einer Grundschülerin mit rosa Schulranzen und lila Haarschleifen bekräftigt das vorherrschende Bild eines "typischen Mädchens", während die Abbildung einer Gruppe Computer spielender Mädchen die gängigen Bilder und Denkgewohnheiten in Frage stellt.

Es kann durchaus sinnvoll sein, Bilder mit Stereotypen zu verwenden, um explizit auf einen Missstand aufmerksam zu machen. Die Darstellung des Vorstands eines DAX-notierten Unternehmens, der ausschließlich aus Männern besteht, kann deutlich machen, wie wichtig die Forderung nach einer Quote ist. Hier spielt die Einheit von Bild und Text (= Bildunterzeile) eine wichtige Rolle.

Ein durchdachtes Konzept für das Zusammenspiel von Text und Bild erleichtert die Bildauswahl. Es trägt dazu bei, dass die Aussagen von Bildern und Text sich gut ergänzen oder verstärken.

Bilder bieten sich zur Illustration von Texten an, da sie mit einem Blick erfasst werden und zum Lesen einladen. Deshalb:

In der Fotoauswahl oder in Illustrationen ist es wichtig, 

  • Frauen, Männer und Menschen mit uneindeutiger Geschlechtszugehörigkeit abzubilden,
  • typische Rollenklischees aufzubrechen,
  • Abbildungen zu wählen, auf denen Menschen unterschiedlicher Geschlechtszugehörigkeit, Hautfarbe und Alter in verschiedenen Bereichen gezeigt werden – nicht nur in traditionellen Berufen und Tätigkeiten.

Durch eine passende Auswahl von bildlichen Darstellungen, ob auf Plakaten und Webseiten, Broschüren und Mitgliedszeitungen, gelingt es, die Vielfalt der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeiten widerzuspiegeln.

In der Bildauswahl ist es wichtig, die gesellschaftliche Vielfalt – Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Alter - darzustellen. Ziel ist, stereotype Bildperspektiven zu vermeiden.

Fotobeispiele

Vielfalt beginnt bei den Kleinsten unserer Gesellschaft.
In ‚männlich dominierten‘ Bereichen, der IT- oder MINT-Branche beispielsweise, ist es sinnvoll, Frauen abzubilden.