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Wissenschaft als Beruf

08.11.2017

„Wissenschaft als Beruf“ – unter diesem Motto steht der Reformvorschlag der Bildungsgewerkschaft GEW für eine Personal- und Karrierestruktur an Universitäten. Der Gewerkschaftstag der GEW hat das Reformkonzept im Mai 2017 in Freiburg verabschiedet.

„Für eine Reform von Personalstruktur und Berufswegen in Hochschule und Forschung“ – unter diesem Motto steht das Templiner Manifest, mit dem die Bildungsgewerkschaft GEW 2010 die Kampagne für den „Traumjob Wissenschaft“ gestartet hat. Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, Bund-Länder-Programm zur Förderung des „wissenschaftlichen Nachwuchses“, Kodizes für „Gute Arbeit“ an vielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Reform von Landeshochschulgesetzen – erste Schritte zur Stabilisierung von Beschäftigungsbedingungen und verlässlichere Ausgestaltung von Karrierewegen in der Wissenschaft wurden eingeleitet. Was aussteht, ist eine umfassende Reform der Personal- und Karrierestruktur.

Für eine entsprechende Reform der Personal- und Karrierestruktur an Universitäten legt die GEW nun ein umfassendes Konzept vor. Das Problem: Eine langfristige Perspektive, auch ohne eine Professur an Universitäten auf Dauer Wissenschaft als Beruf zu betreiben, gibt es derzeit nicht. Wer keine Professur erlangen kann oder möchte, wird als „wissenschaftlicher Nachwuchs“ abgestempelt und muss früher oder später aus dem System ausscheiden. Die Lösung: eine aufgabengerechte Personal- und Karrierestruktur an Universitäten, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristige Perspektiven eröffnet. Grundlage für das GEW-Konzept ist die konsequente Unterscheidung von Qualifikations- und Daueraufgaben an den Universitäten. Getreu dem GEW-Motto „Dauerstellen für Daueraufgaben“ sollen künftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ohne Professur in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement erfüllen.

Die GEW ist die Bildungsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund mit dem großen W = Wissenschaft im Namen. Das vorliegende Reformkonzept haben die 432 Delegierten des Gewerkschaftstages der GEW im Mai 2017 in Freiburg verabschiedet. Vorausgegangen ist dem Beschluss ein Antrag des Bundesfachgruppenausschusses Hochschule und Forschung, den die Projektgruppe „Promovierte in der Wissenschaft“ beim Vorstandsbereich Hochschule und Forschung erarbeitet hat. Allen daran beteiligten Kolleginnen und Kollegen, namentlich Dr. Anne Krüger, Dr. Franziska Leischner, Dr. Anna Schütz und Dr. Anna Tschaut, sei dafür herzlich gedankt!
Jetzt liegt der Beschluss als Broschüre vor, die im GEW-Shop bestellt oder kostenlos heruntergeladen werden kann.

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