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Unesco: 264 Millionen Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule

24.10.2017

Eine Viertelmilliarde Kinder und Jugendliche kann laut Unesco nicht zur Schule gehen. Jährlich fehlten 39 Milliarden US-Dollar. Derzeit geben Regierungen durchschnittlich nur 4,7 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Bildung aus.

264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren gehen laut Unesco-Weltbildungsbericht 2017/2018 nicht zur Schule. Von den Kindern, die eine Schule besuchen, erreichen viele zudem keinen Abschluss: Im unteren Sekundarbereich (12-14 Jahre) schlossen 69 Prozent die Schule ab, in der oberen Sekundarschulbildung (15-17 Jahre) waren es 45 Prozent. Bisher haben ferner nur 17 Prozent der Länder weltweit ein Jahr verpflichtende und kostenfreie frühkindliche Bildung eingeführt, wie aus dem Bericht mit dem Titel „Verantwortung für Bildung“ weiter hervorgeht. Jährlich fehlen 39 Milliarden US-Dollar für eine gute und chancengerechte Bildung. Im Durchschnitt gaben Länder 4,7 Prozent ihres Bruttoinlandproduktes oder 14,1 Prozent der öffentlichen Mittel für die Bildung aus.

Die Autoren des Weltbildungsberichts rufen Regierungen daher dazu auf, ihrer Pflicht zur Bereitstellung eines hochwertigen Bildungssystems nachzukommen. Unter anderem sollten sie dafür Schulen und Lehrkräften Rechenschaftspflichten auferlegen, Regularien entwickeln, die gute Bildung sicherstellen sowie das Recht auf Bildung justiziabel machen.

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich verpflichtet, die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Das Bildungsziel der Agenda lautet: "Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherstellen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen fördern".

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