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Leipziger Erklärung: Mehr Engagement für sprachliche Integration gefordert

28.04.2016

Institute und Abteilungen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an Universitäten und Hochschulen fordern den quantitativen und qualitativen Ausbau der DaF/DaZ-Infrastruktur. Die GEW unterstützt die "Leipziger Erklärung".

Die "Leipziger Erklärung" der Institute und Abteilungen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) in Deutschland will in Politik und Öffentlichkeit für bessere Rahmenbedingungen für Lehrkräfte sowie für einen Ausbau der sprachlichen Integration werben. Es bestehe eine "bisher nie dagewesene Nachfrage nach fachlich qualifizierten Lehrkräften für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache", sagte Claus Altmayer vom Herder-Institut der Universität Leipzig. Die Öffentlichkeit nehme bisher indes kaum Notiz davon, dass an vielen Universitäten und Hochschulen schon seit Jahren Forschung und Lehre in diesem Bereich betrieben und qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet würden.

Auf Initiative des Herder-Instituts haben 40 Institute und Abteilungen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache die Erklärung verabschiedet. Die Resolution weist darauf hin, dass an deutschen Universitäten seit Jahren DaZ-ExpertInnen ausgebildet und Konzepte für das Lehren und Lernen des Deutschen in Migrationskontexten erarbeitet würden. Sprachliche Integrationsmaßnahmen könnten aber nur gelingen, wenn auch den Lehrenden angemessene finanzielle und soziale Rahmenbedingungen geboten würden, was derzeit meist nicht der Fall sei. Die Gesellschaft müsse "jetzt die richtigen Weichen stellen, damit Deutschland als Einwanderungsland erfolgreich ist".

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