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Krise der Europäischen Union

27.06.2017

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist Mitherausgeberin des neuen BdWi-Studienhefts.

Heute hört man auch aus offiziellem Munde, dass sich die Europäische Union 60 Jahre nach ihrer Gründung in einer "existentiellen Krise" (Jean-Claude Juncker) befinde. Als Beleg werden in der Regel der Brexit oder die Unfähigkeit, solidarische Lösungen in der Flüchtlingspolitik zu entwickeln, angeführt. Doch natürlich liegen die Ursachen tiefer. Eine gründliche Analyse nehmen die Autorinnen und Autoren des neuen BdWi-Studienhefts vor, das gemeinsam vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi), der Bildungsgewerkschaft GEW und weiteren Organisationen herausgegeben wird.

Über eine Ursachenanalyse hinaus werden im Studienheft – durchaus kontrovers – Auswege aus der Krise diskutiert. Zu den Autorinnen und Autoren gehört der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte Andreas Keller, der mit einem Beitrag zum Thema "Kooperation oder Wettbewerb? Die europäische Bildungs- und Forschungspolitik auf dem Prüfstand" vertreten ist.

Das BdWi-Studienheft Nr. 11 kann für acht Euro (Sonderrabatte für Weiterverkäuferinnen und -verkäufer) bezogen werden.

Interview über die Grundlagen von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in einem bewegten Europa

Die europäische Bildungs- und Forschungspolitik ist auch Gegenstand eines Interviews, das die Redaktion des Hochschul-Blogs des DGB Nordrhein-Westfalen mit Andreas Keller geführt hat, der einer von sechs Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten des Europäischen Gewerkschaftskomitees für Bildung und Wissenschaft (EGBW) ist. Für die Wissenschaft ist ein offener, freier Diskurs über nationalstaatliche Grenzen hinweg von elementarer Bedeutung. Doch genau diese Freiheit ist aktuell bedroht: In der Türkei sitzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Gefängnissen, Großbritannien steigt mit dem Brexit aus, die ungarische Regierung versucht, eine ungeliebte Universität zu schließen.

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